Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Verhaltenstherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Institut für Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart Psychotherapie Psychotherapie im Internet
sich verstehen - glücklicher leben
Psychotherapeuten Angst und Panik? Wir helfen Ihnen heraus...
Zur Startseite Ambulanz des ABARIS Institutes für Hilfesuchende Web-Sprechstunde Suchen auf PSYCHOTHERAPIE.de Wissenschaft und Forschung Therapie-Angebote unserer Experten
Psychotherapie
Psychodiagnostik Stuttgart
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Psychotherapie
ABARIS® Akademie
ABARIS® Buchtipps
Bücher

Direktsuche
Suchbegriff
Web-Sprechstunde
Web-Sprechstunde
Heute zur Frage
Wie finde ich einen guten Therapeuten?


ABARIS® Ambulanz
Kognitive Psychotherapie
Psychotherapie macht Spaß - am ABARIS® Institut Stuttgart


Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber

Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.

Psychotherapie
 Psychotherapie News  Juli 2000   Psychotherapie
Psychotherapie

Immer mehr Medien erzeugen immer größere Informationsflut: Wahrnehmung wird schärfer, Denken dauert länger

Stuttgart (17.01.2000) - Sie surfen im Internet, spielen am Computer, "zappen" durch die Fernsehprogramme und telefonieren in allen Lebenslagen: Vor allem Jugendliche sind einer ständig wachsenden Informationsflut ausgesetzt. Sind diese andauernden Sinnesreizungen förderlich oder schädlich für die Intelligenz des Menschen? Psychologen geben darauf differenzierende Antworten: Die bildliche Wahrnehmung werde schärfer, aber kompliziertes Denken könne länger dauern.

Für den amerikanischen Intelligenzforscher Ulric Neisser resultiert aus dem verstärkten Umgang mit visuellen Medien der "wohl wichtigste Wandel im 20. Jahrhundert für die menschliche Intelligenz". "Von Wandpostern über Filme, Fernsehen und Videospiele bis zu Computern wurde jede Generation mit mehr optischen Darstellungen konfrontiert als die vorherige, zitiert ihn die Zeitschrift "Psychologie heute" (Weinheim) in ihrer neuen Ausgabe. Daraus erkläre sich auch der so genannte Flynn-Effekt. Der neuseeländische Politikwissenschaftler James Flynn hatte in den achtziger Jahren entdeckt, dass die Intelligenzquotienten in den Industrieländern seit Anfang des 20. Jahrhunderts kontinuierlich zugenommen hatten.

Die US-Forscherin Patricia Greenfield führt besonders den steilen Intelligenzanstieg der vergangenen 25 Jahre auf den Siegeszug des Computers und der visuellen Medien zurück. Dies werde aber vor allem bei nicht-sprachlichen Tests deutlich. Ein viel geringeres Intelligenzwachstum zeige sich bei sprachlichen Tests. Kinder sind offenbar in Folge der zunehmenden "Bildhaftigkeit" unserer Kultur mit Figuren, Mustern und Bildern besser vertraut als mit Buchstaben.

Nach Meinung der amerikanischen Psychologin Francis Heylighen stellt die Gesellschaft heute insgesamt höhere intellektuelle Anforderungen und bietet "neugierigen Kindern mehr Informationen und komplexere Denkperspektiven". Computer könnten beim Spielen und Lernen das allgemeine Wissen, geistige Beweglichkeit und abstraktes Denken von klein auf fördern.

Der Psychologieprofessor Hugo Schmale von der Universität Hamburg hat bei Berufseignungs-Tests festgestellt, dass Jugendliche heute eine um 30 Prozent höhere Wahrnehmungs-Geschwindigkeit als vor zwanzig Jahren haben, und zwar visuell wie auch akustisch. Sie könnten sich in einer immer schneller werdenden Welt also rascher orientieren, sagte Schmale.

Aus den Tests ergab sich aber ein Rückgang bei anderen Intelligenz-Fähigkeiten wie dem Abstraktionsvermögen. Dies zeige sich auch bei Problemen, die Denkprozesse erfordern und längere Zeit beanspruchen - etwa beim Ausrechnen oder dort, wo es zu definieren gilt, wodurch sich zwei Begriffe unterscheiden. "Das dauert den Leuten zu lange. Sie werden ungeduldig und unzufrieden."

Die verbreitete Gewohnheit, nebenbei Radiomusik zu hören, könne die Aufmerksamkeit erhöhen, sagte Schmale. "Es hält das Gehirn wach." Bedingung für diesen Effekt sei aber, dass die Musik nicht bewusst wahrgenommen wird und möglichst rhythmisch ist. Melodisches lenke hingegen leichter ab und habe zudem einen Entspannungs-Effekt. Bei Beschäftigungen, die große Genauigkeit über längere Zeit erfordern, funktioniere der Wachhalte-Mechanismus allerdings nicht mehr.

Freizeitforscher Horst W. Opaschowski hat erhebliche negative Auswirkungen der Neuen Medien ausgemacht. Eine mit Informationsflut und Sinnesüberreizung aufwachsende Generation neige immer mehr dazu, alles auszublenden, was für die persönlichen Ziele nicht von Bedeutung sei, ergab die Studie "Generation@. Die Medienrevolution entlässt ihre Kinder" des Hamburger B.A.T.-Freizeit-Forschungs-Instituts. Wie die Denkfähigkeit drohe auch die Kommunikationsfähigkeit der Jugendlichen nachzulassen.


Zum Thema
"Kulturschock" durch den Zwang, selbst Unternehmer zu werden - Unternehmerpersönlichkeit allein aber keine Erfolgsgarantie (28.09.2000)
Wirtschaft und Kirchen rufen zum Kampf gegen Rechtsextremismus auf - Psychologe rät von der Kündigung Rechtsextremer ab (25.09.2000)
TV für Kids wichtiger als Computer: Kinder wollen auch beim Fernsehen ihren Wissensdurst stillen (20.09.2000)
Deutsche Neonazis wecken bei Briten alte Ängste - Psychologie des "griesgrämigen" Deutschen oder politisches Versagen? (13.09.2000)
Rau und Biedenkopf äußern sich zurückhaltend über NPD-Verbot - Wissenschaftler nennen Ruf nach Zivilcourage "Augenwischerei" (11.09.2000)
Kulte, Sekten, Psychogruppen - Gurus und Esoterik als Irrwege auf der Suche nach Lebenssinn und Gemeinschaft (08.09.2000)
Wandel in Arbeitswelt führt zu psychischen Erkrankungen - 90 Prozent aller Computer-Arbeitsplätze bergen Gesundheitsrisiko (01.09.2000)
Werbung wird immer individueller: Mit der Manipulation wächst der Glaube, als Konsument wirklich König zu sein (07.08.2000)
Die Psychologie der Abgrenzung - Feindbilder wenden sich nach dem Ende des Kalten Krieges nach innen (05.08.2000)
Die profitablen Suggestionen im Geschäft mit der Gesundheit - Hoch dosierte Vitaminpillen in der Kritik (04.08.2000)
Psychotherapeut zum "Gefühlsstau" des Ostens: Man schlägt den Afrikaner und meint den Wessi (03.08.2000)
Immer mehr Medien mit Informationsflut: Wahrnehmung wird schärfer, Denken dauert länger (17.07.2000)
Menschen ohne Partner oder Arbeit sind häufiger krank - fehlender Lebenssinn ? (14.07.2000)
Einschränkung des Realitätssinns durch Amtsverlust? "Läuterung bei Kohl kaum vorstellbar" (08.07.2000)
Karlsruhe prüft Pflegeversicherung - Junge subventionieren Alte (04.07.2000)
Rau ermunterte Wissenschaftler zu mehr Einmischung: Quer denken sei der Trend (03.07.2000)
Jugend 1900 und Jugend 2000 - Zwei Welten spiegeln das Jahrhundert (30.06.2000)
"Tag des Schlafes": Schlaflosigkeit und Schlafstörungen werden zum Gesellschafts-Problem (21.06.2000)
Einsamkeit fördert Altersdemenz - Zahl der Betreuungsfälle in Deutschland steigt dramatisch (17.04.2000)
Schlaflosigkeit: Bei 37 % Kinder durch Fernsehen,  8 % der Jugendlichen durch Internet-Sucht (04.04.2000)
"Philosophie der Krokodile": Die Welt als Gerüchteküche (30.03.2000)
Bricht die Gesellschaft auseinander? Kleinfamilie verliert dramatisch an Bedeutung (29.02.2000)
Epidemie im elektronischen Zeitalter: "Die neuen Medien machen krank" (28.02.2000)
"Bedenklicher" Medien-Konsum: Jedes fünfte Kind in Sachsen ist sprachgestört (03.02.2000)
Mediziner und Wissenschaftler schlagen Alarm: Deutschland wird krank (01.02.2000)

Monats-Übersicht   Psychotherapie Reports
2000 (1):   11  10  09  08  07  06  05  04  03  02  01*
*Jahr (Jahrgang): Monat

Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Impressum
© 1995-2000 Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Alle Rechte vorbehalten. 
Design und Inhalt gesetzlich geschützt. Jede auch auszugsweise Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis.
Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ein Service des ABARIS® Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart 
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie