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Menschen
ohne Partner oder Arbeit sind häufiger krank - fehlender
Lebenssinn ?
Wiesbaden
(14.07.2000) - Wer keinen Lebenspartner oder keine Arbeit hat, ist
häufiger krank. Das hat das Statistische Bundesamt bei einer
Befragung zum Gesundheitszustand der Bevölkerung festgestellt.
Nach den am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Ergebnissen
waren im vergangenen April elf Prozent der Verheirateten krank
oder unfallverletzt. Bei Geschiedenen betrug die Quote 16 Prozent
und bei Verwitweten 24 Prozent. Das liege vor allem an dem hohen
Durchschnittsalter der Verwitweten.
Bei Erwerbstätigen ermittelten die Statistiker acht Prozent
Kranke oder Verletzte, bei Erwerbslosen aber zwölf Prozent. Kein
Unterschied bei der Häufigkeit von Krankheiten und Verletzungen
zeigte sich dagegen beim Vergleich zwischen Frauen und Männern.
Bei dieser Zusatzbefragung zu der regelmäßigen
Mikrozensuserhebung im April waren elf Prozent der Menschen in
Deutschland krank oder unfallverletzt. Vier Jahre zuvor lag dieser
Anteil noch bei zwölf Prozent. Für diese Erhebung werden alle
vier Jahre rund 0,5 Prozent der Bevölkerung nach ihrem
Gesundheitszustand befragt.
Bei der Auswertung bestätigte sich, dass vor allem das Alter eine
Rolle spielt. Während von den 15 bis 39-jährigen nur sechs
Prozent krank waren oder unter Unfallverletzungen litten, betrug
die Quote bei den über 64-jährigen 23 Prozent. Zu den
Berufsgruppen mit dem niedrigsten Anteil an Kranken zählen Ärzte
und Apotheker sowie Unternehmer und Unternehmensberater. Von ihnen
waren jeweils nur fünf Prozent in ihrer Gesundheit beeinträchtigt.
Die höchsten Werte wurden beim Dienst- und Wachpersonal mit elf
Prozent sowie im Post- und Fernmeldewesen mit zehn Prozent
festgestellt. Bei Beamten waren es 8,6 Prozent, bei Angestellten
7,1 Prozent.
Auch bei Menschen, die überwiegend von Sozialhilfe oder
Arbeitslosengeld leben, war die Krankheitsquote mit 13 und zwölf
Prozent größer als bei den Erwerbstätigen (acht Prozent).
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