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 Psychotherapie News  April 2000   Psychotherapie
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Psychotherapeuten und Mediziner warnen: "Nicht verzeihen" macht krank

Hamburg (25.04.2000) - Hass, Wut und Ärger machen nicht nur blind, sondern vor allem krank. Insbesondere Menschen, die nicht verzeihen können, erleiden nach einem Bericht der Zeitschrift "Vital" (Hamburg) schneller Herz-Kreislauf-Beschwerden, Depressionen, Asthma und Darmerkrankungen. "Schlechte Gefühle" lösten auch Allergien, Schlafstörungen und Herzrasen aus.

"Bei Herzpatienten wird der Ärger oft zu einem besonderen Problem", sagte der Internist und Psychotherapeut Christoph Herrmann von der Universität Göttingen auf Anfrage. Ärger könne das Herz zusätzlich belasten und im Extremfall einen Infarkt auslösen. Wut solle man zunächst als vorhanden annehmen und dann verarbeiten. "Es geht nicht darum, einen Rachefeldzug bis ans Ende des Lebens zu führen", sagte Herrmann. Eher solle man versuchen, den inneren Frieden zu finden.

"Auf dem Weg zum Ziel braucht es eine Auseinandersetzung mit der Ursache." Dabei könne man entweder den Konflikt lösen oder - falls das nicht gelinge - ihm weniger Macht in seinem Leben einräumen. Letztlich sei das kein Eingeständnis von Schwäche sondern das Wiedererlangen von Handlungsfähigkeit.



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