Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Verhaltenstherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Institut für Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart Psychotherapie Psychotherapie im Internet
sich verstehen - glücklicher leben
Psychotherapeuten Angst und Panik? Wir helfen Ihnen heraus...
Zur Startseite Ambulanz des ABARIS Institutes für Hilfesuchende Web-Sprechstunde Suchen auf PSYCHOTHERAPIE.de Wissenschaft und Forschung Therapie-Angebote unserer Experten
Psychotherapie
Psychodiagnostik Stuttgart
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Psychotherapie
ABARIS® Akademie
ABARIS® Buchtipps
Bücher

Direktsuche
Suchbegriff
Web-Sprechstunde
Web-Sprechstunde
Heute zur Frage
Wie finde ich einen guten Therapeuten?


ABARIS® Ambulanz
Kognitive Psychotherapie
Psychotherapie macht Spaß - am ABARIS® Institut Stuttgart


Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber

Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.

Psychotherapie
 Psychotherapie News  Februar 2000   Psychotherapie
Psychotherapie

Bei Alkohol im Mutterleib: Massensterben kindlicher Nervenzellen

Washington/Berlin (11.02.2000) - Eine Schwangere, die Alkohol trinkt, schädigt gleich auf einem Doppelweg das Gehirn des Ungeborenen. So kann ein mehrstündiger Rausch der Frau Millionen von Nervenzellen im wachsenden Hirn ihres Kindes zerstören. Das berichtet ein internationales Team um Chrysanthy Ikonomidou und Petra Bittigau von der Humboldt-Universität Berlin im US-Fachjournal "Science" (Bd.287, S.1056) vom Freitag. Am verletzlichsten ist das Gehirn im letzten Drittel einer Schwangerschaft bei seinem "Wachstumsspurt".

Der Alkohol greife die Hirnzellen an zwei Andockstellen (Rezeptoren) für Botenstoffe im Gehirn an, schreiben die Forscher. "Die Zellen sterben ab, weil die Rezeptoren gestört werden", erläuterte Ikonomidou. "Das geschieht gerade in einer Phase, in der normalerweise viele Verbindungen zwischen den Nervenzellen geschaffen werden."

Ikonomidou, Bittigau und Kollegen in Japan und den USA verfolgten die Wirkung von Alkohol im Hirn junger Ratten, während seines Wachstumsspurts. Sie wiesen nach, dass Alkohol zwischen fünf und 30 Prozent der Nervenzellen in den injizierten Hirnregionen zerstörte. Zur Überraschung der Forscher war das Ausmaß des Zellsterbens nicht abhängig von der Menge des Alkohols, sondern stieg mit der Dauer des hohen Alkoholpegels im Blut.

Das Gehirn eines Kindes könne natürlich auch in früheren Schwangerschaftsphasen durch Alkohol geschädigt werden, sagte Ikonomidou mit Blick auf Arbeiten anderer Teams: Die beiden Rezeptoren seien auch wichtig dafür, dass sich die Nervenzellen richtig anordnen. Es sei zu vermuten, dass die Rezeptoren auch bei früh entstehenden Hirnschäden eine Rolle spielten.

Alkohol blockiert die so genannten NMDA-Glutamat-Rezeptoren (NMDA: N-Methyl-D-Aspartat) und aktiviert sehr stark die GABA-Rezeptoren. Das Zusammenspiel dieser beiden Mechanismen löst eine verstärkte Selbstmord-Reaktion (Apoptose) der Zellen aus. Die Zellen zerstören sich nach Vermutungen Ikonomidous wahrscheinlich, weil die Kalzium- Konzentration nach dem Angriff auf die Rezeptoren sinkt. Die Folgen von starkem Alkoholkonsum der Mutter sind unter anderem eine reduzierte Hirnmasse und damit verbunden geistige Behinderung.

Vergleichbaren Einfluss haben auch eine Reihe anderer Stoffe auf das Hirn von Ungeborenen, warnt das Forscherteam. Auch verschiedene Beruhigungs- und Schlafmittel, Medikamente gegen Krämpfe sowie zur Anästhesie üben den Doppeleffekt auf NMDA- und GABA-Rezeptoren im Hirn aus, fanden Ikonomidou und Kollegen bei ihren Experimenten mit Ratten.

Pro Jahr kommen in Deutschland rund 2.500 Kinder zur Welt, die deutlich vom Alkoholkonsum ihrer Mutter geschädigt sind.


Zum Thema
Alkoholmissbrauch zu großem Teil genetisch bedingt - Konzept der "Suchtpersönlichkeit" in der Psychoanalyse ist abwegig (02.09.2000)
Ersäuft selbst Justitia schon im Alkohol? Betrunkener Schöffe lässt Mammut-Prozess zum Flughafenbrand platzen (29.08.2000)
Beschämende Sucht: Alkoholismus ist längst nicht mehr "Männersache" - immer mehr Frauen hängen an der Flasche (10.08.2000)
Kosten des Alkoholismus betragen jährlich 40 Milliarden Mark - 42.000 Alkohol-Tote pro Jahr (20.06.2000)
Drogenbeauftragte: Etwa 4,3 Millionen Deutsche sind alkoholabhängig (15.06.2000)
Millionen leiden unter Alkoholsucht: Drogenbeauftragte für weitere Einschränkungen der Alkoholwerbung (21.02.2000)
Bei Alkohol im Mutterleib: Massensterben kindlicher Nervenzellen (11.02.2000)

Monats-Übersicht   Psychotherapie Reports
2000 (1):   11  10  09  08  07  06  05  04  03  02  01*
*Jahr (Jahrgang): Monat

Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Impressum
© 1995-2000 Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Alle Rechte vorbehalten. 
Design und Inhalt gesetzlich geschützt. Jede auch auszugsweise Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis.
Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ein Service des ABARIS® Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart 
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie