PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753)
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PSYCHOTHERAPIE beantwortet Fragen, die immer wieder gestellt werden, aber die Ärzte und Psychologen nicht immer ehrlich beantworten. Denn auf dem Weg zum Therapieerfolg türmen sich viele Hürden. Erstens ist da die Tabuisierung psychischer Probleme und psychotherapeutischer Hilfe. Eine sehr viel größere Zahl von Menschen als gemeinhin angenommen scheut aus Furcht vor öffentlicher Ächtung den Besuch beim "Psycho". Zweitens sind es die wirtschaftlichen Interessen von Ärzten und Psychotherapeuten, die denen ihrer Patienten entgegengesetzt sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben wiederholt ergeben, dass 50 bis 60 Prozent der Patienten einer hausärztlichen Praxis wegen psychosomatischer Beschwerden in Behandlung kommen. Denen könnte nach dem Stand der Wissenschaft oft effizient geholfen werden - wenn da nicht jener Konflikt wäre, den die folgende Geschichte pointiert:

Ein erfahrener Hausarzt beschließt, Urlaub zu machen, und lässt sich von seinem Sohn, der soeben sein Medizinstudium erfolgreich beendet hat, in der Praxis vertreten. Als der alte Arzt gut gelaunt aus dem Urlaub zurückkehrt, begrüßt ihn der junge Arzt mit den Worten: "Vater, wusstest du schon, dass die Hälfte deiner Patienten zu heilen ist?" Daraufhin wird der alte Arzt blass, beginnt zu zittern und erwidert entsetzt: "Und wovon soll ich nun mein Bauherrenmodell abzahlen?"

Bauherrenmodelle dienten den Ärzten in Zeiten besseren Einkommens zur Steuerersparnis. "Bis vor etwa fünf oder zehn Jahren noch waren Arztpraxen fast zum Gewinnmachen verdammt", zitiert die angesehene medizinische Wochenzeitung "MEDICAL TRIBUNE" am 30.11.2001 (Seite 36) den Praxisberater Walter Isringhaus. Dies hat sich durch die deutliche Zunahme an Ärzten geändert. Umsätze und Gewinne der Ärzte und noch mehr der Psychotherapeuten sind seither dramatisch eingebrochen. "Rund 25 % bis 30 % der Praxisinhaber sind derzeit insolvenzgefährdet", berichtete der Steuerberater Otto Henker in derselben Ausgabe von "MEDICAL TRIBUNE".

Da verwundert es nicht, wenn Fachärzte und Hausärzte in seltener Geschlossenheit gute Psychotherapeuten, die die psychisch verursachten somatischen Beschwerden ihrer Patienten dauerhaft beheben, als bedrohliche Umsatzkiller empfinden. Ebenso wenig, wie ein Bauer so dumm wäre, seine besten Milchkühe abzugeben, werden Patienten mit psychischen und psychosomatischen Beschwerden zu einer wirksamen Psychotherapie überwiesen. Vielmehr "kultivieren" Ärzte aus ihren gutgläubigen Opfern durch jahrelange Verschleppung regelmäßig chronische Behandlungsfälle:

Die gepflegte psychosomatische Erkrankung wird zur wichtigsten Umsatzsäule der Hausärzte im Kampf gegen Honorarverlust.

   
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Völliges Versagen der Hausärzte bei Angst und Depression
Weltgrößte Studie deckt auf: Ärzte erkennen nur jede dritte Angststörung und behandeln meistens falsch.


Besonders dramatisch ist die Situation bei Angststörungen und Depressionen. Diese immer öfter auftretenden Erkrankungen werden, wie die weltgrößte Studie des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie in München offenbarte, zum absolut überwiegenden Teil nicht angemessen behandelt bzw. von den Hausärzten überhaupt nicht erkannt. Umso irreführender ist die an ihrer Leserklientel orientierte Propaganda der "Ärzte-Zeitung", die am 16.11.2001 auf Seite 1 titelte: "Hausärzte - erste Wahl auch für Patienten mit Angststörungen". Unter anderem schreibt die "Ärzte-Zeitung", "76 Prozent der Hausärzte kommen gut mit Angstpatienten zurecht. Vier von fünf Ärzten sprechen mit ihren Patienten mehrmals etwa 15 Minuten und stützen sie so. Etwa 46 Prozent geben auch kurzzeitig Medikamente". Diese Praxis, die man auf den ersten Blick als freundliche Hilfe am Patienten empfinden könnte, ist bei genauer Betrachtung tatsächlich das verlässliche hausärztliche Rezept, um den an einer Angststörung erkrankten Menschen zum Wohle des Praxisumsatzes in eine durchschnittlich zehnjährige Leidensgeschichte zu lotsen.

   
 PSYCHOTHERAPIE Lese-Tipp
"Gesundheitslotse" Hausarzt? Nein danke.
Bei psychischen Störungen sind Hausärzte als Anlaufstelle ungeeignet - besser gleich direkt zum geeigneten kognitiven Psychotherapeuten.


Bei Angststörungen sind regelhaft Medikamente unnötig und für den therapeutischen Erfolg schädlich. Betroffene brauchen eine kurze und effiziente kognitive Psychotherapie, die über die Mechanismen der Angst aufklärt und befähigt, mit Angst dauerhaft befriedigend umzugehen. Statt dessen lässt die "Ärzte-Zeitung" am 19.11.2001 (Seite 26) eine Berliner Ärztin sogar über die absurde Vorstellung spekulieren, "ob die Ängste der Patienten [...] Erinnerungen an frühere Leben" sein können. "Angst: Rückführung unter Hypnose", ist dieser ärztliche Dummenfang überschrieben. Kein Wunder, wenn derart irregeleitete Patienten dann eine Rückführung auf Krankenkassen-Chipkarte erwarten.

Selbst wenn Ärzte die psychosomatischen Besucher ihrer Praxis gelegentlich an Psychotherapeuten weiter verweisen, was oft erst nach Jahren, viel häufiger aber gar nicht geschieht, droht insbesondere privat Versicherten Gefahr: Rund 45.000,00 DM beträgt der "Verwertungsverlust" für Psychotherapeuten bei der Wahl einer effizienten kognitiven Psychotherapie von weniger als 25 Stunden gegenüber der morbiden und nutzlosen Psychoanalyse nach Freud, Jung und Co. im Umfang von 250 Stunden! Ist effiziente Arbeit nach dieser Rechnung von Psychotherapeuten also überhaupt zu erwarten?

Für diese und viele weitere Fragen rund um die psychische Gesundheit, geistige Fitness, befriedigende Sexualität und Partnerschaft, Karriere und psychische Probleme der Arbeitswelt oder spezielle Bewertungen psychotherapeutischer Verfahren usw. hat PSYCHOTHERAPIE ab dem 01.07.2002 auf vielfachen Wunsch unserer Leserinnen und Leser ein spezielles Experten-Telefon eingerichtet, das unter der Rufnummer

            0 1 9 0 8 - P S Y C H  bzw.  0 1 9 0 8 - 7 7 9 2 4 *

erreichbar ist. Unter dieser Rufnummer geben approbierte und berufserfahrene Psychotherapeuten der Redaktion Auskunft und helfen ggf. bei der Psychotherapeutensuche weiter. Ihr Vorteil: Sie können unabhängig von Ihrem Wohnsitz, weitgehend anonym und nur zum Bruchteil der Kosten teurer Sitzungsstunden vom Wissen und Erfahrungsschatz unserer ärztlichen und psychologischen Psychotherapie-Experten profitieren. Erfahrungsgemäß helfen oft wenige gute Profi-Informationen, eine richtige Entscheidung zu treffen, eine kluge Weichenstellung vorzubereiten oder beträchtliche therapeutische Fehlinvestitionen zu verhindern.

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