Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Verhaltenstherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Institut für Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart Psychotherapie Psychotherapie im Internet
sich verstehen - glücklicher leben
Psychotherapeuten Angst und Panik? Wir helfen Ihnen heraus...
Zur Startseite Ambulanz des ABARIS Institutes für Hilfesuchende Web-Sprechstunde Suchen auf PSYCHOTHERAPIE.de Wissenschaft und Forschung Therapie-Angebote unserer Experten
Psychotherapie
Psychodiagnostik Stuttgart
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Psychotherapie
ABARIS® Akademie
ABARIS® Buchtipps
Bücher

Direktsuche
Suchbegriff
Web-Sprechstunde
Web-Sprechstunde
Heute zur Frage
Wie finde ich einen guten Therapeuten?


ABARIS® Ambulanz
Ambulante Psychotherapie
Psychotherapie macht Spaß - am ABARIS® Institut Stuttgart


Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber

Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.

Psychotherapie
 Psychotherapie News  Juni 2000   Psychotherapie
Psychotherapie

Jede fünfte Frau Opfer sexueller Gewalt - Weltgrößte Studien ergeben "deprimierendes, überraschendes Ergebnis"

München (15.06.2000) - Jede fünfte Frau ist neuen Studien zufolge im Laufe ihres Lebens Opfer sexueller Gewalt geworden, meist im Kinder- oder Jugendalter. "Das ist ein deprimierendes, überraschendes Ergebnis", sagte der Münchner Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), Prof. Günther Kindermann, am Donnerstag in München. Der Gynäkologe stellte beim 53. DGGG-Kongress zwei neue Studien vor, die mit mehr als 4.300 Fällen die weltweit bislang umfangreichsten Untersuchungen zu dem Thema "Sexuelle Gewalt an Frauen" seien. An der viertägigen Tagung nehmen rund 3.000 Frauenärzte und Wissenschaftler teil.

Das Bundesfamilienministerium war bislang von Schätzungen ausgegangen, nach denen jede siebte Frau - also rund 14 Prozent - Opfer von Vergewaltigung oder sexueller Nötigung geworden war. Bei einer von Kindermann präsentierten Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München mit mehr als 1.000 Befragten antworteten gut 19 Prozent der Frauen mit "ja" auf die Frage, ob sie jemals zu sexuellen Aktivitäten gezwungen wurden, die sie nicht durchführen wollten. Der DGGG-Präsident stellte zusätzlich eine Berliner Untersuchung vor, für die Forscher der Universitäts-Frauenklinik Charlottenburg über Jahre hinweg Daten von rund 3.300 Opfern von Sexualdelikten ausgewertet hatten.

Beiden Studien zufolge waren die Geschädigten in den allermeisten Fällen minderjährig und kannten ihre Peiniger aus der Familie oder dem näheren sozialen Umkreis. Nach der Berliner Untersuchung waren mehr als die Hälfte der Betroffenen jünger als 16 Jahre. Die größte Gruppe der Missbrauchten war die der elf- bis 15-jährigen, das jüngste Opfer war erst sechs Monate alt. Nach der Münchner Befragung wurden ein Fünftel der Geschädigten im Alter bis zwölf Jahre missbraucht.

"Mehrheitlich erleben die Opfer den Missbrauch als Kinder oder junge Mädchen in der Familie oder durch nähere Bekannte", bilanzierte Kindermann die Studienergebnisse. Er kritisierte Frauenärzte und die Öffentlichkeit heftig. Gynäkologen thematisierten das Problem der sexuellen Gewalt viel zu wenig, die Gesellschaft verschweige es beinahe völlig. "Wenn man sexuelle Gewalt gegen Frauen aber immer weiter als ein Jahrhunderte altes Privileg der Männer toleriert, wird sich nie etwas ändern", sagte Kindermann. "Ich richte einen flammenden Appell an mein Fach, das Thema sexuelle Gewalt offensiv aufzugreifen".

Rund zwei von drei Betroffenen kannten den Täter, hieß es in beiden Studien übereinstimmend. Die Mehrheit der Mädchen und Frauen wurde in der eigenen oder in der Wohnung des Peinigers missbraucht und hatte zuvor noch nie Geschlechtsverkehr gehabt, weit mehr als ein Drittel wurde mehrfach Opfer von sexueller Gewalt. Das Fehlen von körperlichen Verletzungen lasse nicht darauf schließen, dass Mädchen oder Frauen nicht missbraucht wurden. Nur etwa zehn Prozent trugen laut der Berliner Untersuchung körperliche Verletzungen davon.

Frauenärzte sollten sich als Anlaufstellen für die Opfer verstehen und das Gespräch suchen. Kindermann forderte auch eine Koordination der Hilfsangebote zwischen Polizei, Gerichtsmedizin und Gynäkologen. Die Opfer blieben sich nach der Tat häufig selber überlassen. Die angezeigten Verbrechen machten nur "die Spitze des Eisbergs" aus, sagte Kindermann. Die überwältigende Mehrheit der Opfer vertraue sich nicht der Polizei an. Grund sei etwa, beschämende Aussagen vor Gericht vermeiden zu wollen. Bei einer Bestrafung des häufig aus dem näheren Umkreis stammenden Täter hätten die Geschädigten zudem Angst, die eigenen Sozialstrukturen zu zerstören.


Zum Thema
Kirche, Sex und Exorzismus - Weihbischof unter Verdacht des sexuellen Missbrauchs bei Mathematik-Professorin (09.10.2000)
Der Coolidge-Effekt oder die Chemie der erlahmenden Libido: Dopamin-Ebbe im Gehirn verleidet Männchen die Lust am Sex mit der Gleichen (08.10.2000)
Liebe und Sexualität driften nach Ansicht von Wissenschaftlern auseinander - Fundament der Ehe ist die "kleine Perversion" (08.10.2000)
Nach Freiheit, täglicher Autoerotik und verlorener Liebe: Klonen wird Sexleben und Gesellschaft radikal verändern (05.10.2000)
"Singles leiden an fehlender Selbstliebe" - Neue Erkenntnisse aus der psychotherapeutischen Seelendeuterwerkstatt (03.10.2000)
"Sex ist der genussvollste Weg, um Kalorien zu verbrennen" - Erotische Liebhaber und ihre Tischsitten (03.10.2000)
Erotik, Sex und Ehe in der Freiheit - Wie die politische Vereinigung bei jungen Ostdeutschen die sexuelle Vereinigung veränderte (03.10.2000)
Medienpsychologe kritisiert negative Modellwirkung des Fernsehens: "Aktenzeichen XY" animierte Jugendlichen zu Verbrechen (25.09.2000)
Beziehungen auf Distanz - Trotz räumlicher Trennung lässt sich große emotionale Nähe leben (30.08.2000)
Scheidungen sind teuer und oft vermeidbar - und Frauen trifft es meistens härter (30.08.2000)
Sexualmorde sind häufig Medium für Aggressionen und Wut - Jeder fünfte Sexualstraftäter rückfällig (23.08.2000)
Zudringliche Psychotherapeuten - Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie (14.08.2000)
Sexualhilfe für dänische Behinderte: Bordellbesuch und Masturbationshilfen (10.08.2000)
Kinder-Pornografie mit Anleitung zur Tötung eines Mädchens im Internet - Kindersex-Tourismus an der deutschen Grenze (04.08.2000)
Frauensex ist anders: Frauen leiden häufiger unter Sex-Störungen als Männer (11.07.2000)
Deutsche mit Sexualleben meist zufrieden: Im Süden mehr Leben in den Schlafzimmern (10.07.2000)
Jede fünfte Frau Opfer sexueller Gewalt - "Deprimierendes, überraschendes Ergebnis" in Studie (15.06.2000)
Sexuelle Funktionsstörungen der Frau rücken ins Blickfeld: Wirkung von Viagra bei Frauen (04.05.2000)
Neue Körperlichkeit als Religionsersatz: Konfessionslose leben ungesünder und mit mehr Sex (26.04.2000)
Depressionen, Nervosität, Hitzewallung, schwindende Libido: "Wechseljahre" auch bei Männern? (03.04.2000)
Sex bizarr: Penisfechtende Halbfrauen und Pilze mit 13 Geschlechtern - grenzenlose Spielarten (27.03.2000)

Monats-Übersicht   Psychotherapie Reports
2000 (1):   11  10  09  08  07  06  05  04  03  02  01*
*Jahr (Jahrgang): Monat

Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Impressum
© 1995-2000 Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Alle Rechte vorbehalten. 
Design und Inhalt gesetzlich geschützt. Jede auch auszugsweise Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis.
Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ein Service des ABARIS® Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart 
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie