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![]() MEDICAL TRIBUNE, 15. Juni 2001, Seite 37 Nein zum GesundheitslotsenPsychotherapeut bekämpft HausärzteWIESBADEN – Nachdem die Fachärzte mit Hilfe einer Umfrage versuchen, das Primärarztsystem zu verteufeln (MT berichtete), schlägt nun Dietmar G. Luchmann, Psychotherapeut und Chefredakteur von www.psychotherapie.com, in die gleiche Kerbe. Allerdings etwas ungebremster als der Facharztverband. Kann ein einzelner Psychotherapeut Staub aufwirbeln?
Er kann – das Medium Internet macht’s möglich. So erreichte auch unsere
Redaktion eine Pressemitteilung des wortgewaltigen "Chefredakteurs"
Luchmann von
www.psychotherapie.com, in dem kräftig auf den Hausärzten
herumgetrampelt wird. Der Wortlaut: "Vor dem Umbau des deutschen
Gesundheitssystems wollen Hausarztfunktionäre die Geldströme zu ihrer
Klientel lenken. Künftig müsse den Hausärzten die zentrale Rolle als
alleiniges Eingangstor zum Gesundheitssystem zukommen, fordern sie. Doch
Experten und Patienten sind hochskeptisch."
Auch die Selbstmörder werden von den Hausärzten allein
gelassen, wie weiter kritisiert wird. Denn 50 % der Todeswilligen hätten
noch vier Wochen vor ihrem Exitus Kontakt zum Hausarzt gehabt.
Luchmanns Schlussfolgerung: Der Hausarzt als
"Gesundheitslotse" hat glatt versagt. Daneben wird den Hausärzten
vorgeworfen, dass einer Überweisung zum psychotherapeutischen Fachmann
knallhartes, wirtschaftliches Kalkül entgegenstehen würde: "In aller Regel
kommen Patienten erst dann, wenn ... der Hausarzt und zuweilen auch der
Nervenarzt sie ordentlich ausgenuckelt haben und massive Folgeprobleme
aufgetreten sind." [...] AT © 2001 MEDICAL TRIBUNE |
© 1995-2005 PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753). Alle Rechte vorbehalten. PSYCHOTHERAPIE erscheint im Psychotherapie-Verlag am ABARIS® Institut für Psychotherapie, Coaching und Verhaltenstherapie, Luckau, Brandenburg. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis durch den Psychotherapie-Verlag. |
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