Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Verhaltenstherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Institut für Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart Psychotherapie Psychotherapie im Internet
sich verstehen - glücklicher leben
Psychotherapeuten Angst und Panik? Wir helfen Ihnen heraus...
Zur Startseite Ambulanz des ABARIS Institutes für Hilfesuchende Web-Sprechstunde Suchen auf PSYCHOTHERAPIE.de Wissenschaft und Forschung Therapie-Angebote unserer Experten
Psychotherapie
Psychodiagnostik Stuttgart
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Psychotherapie
ABARIS® Akademie
ABARIS® Buchtipps
Bücher

Direktsuche
Suchbegriff
Web-Sprechstunde
Web-Sprechstunde
Heute zur Frage
Wie finde ich einen guten Therapeuten?


ABARIS® Ambulanz
Ambulante Psychotherapie
Psychotherapie macht Spaß - am ABARIS® Institut Stuttgart


Zu diesen Seiten
Presse und TV
Herausgeber

Nutzungshinweise
Mit der Nutzung dieser Seiten erkennen Sie diese Nutzungsbedingungen an.

Psychotherapie
 Psychotherapie News  Mai 2000   Psychotherapie
Psychotherapie

Risiken und Nebenwirkungen: Immer mehr Gesundheitsratgeber im Web - mit immer mehr Banalität?

Siegburg/Köln (24.05.2000) - Bei Übelkeit nach einem Unfall sollte man einen Arzt aufsuchen, Schwangere brauchen viel Folsäure, und Aspirin verdünnt das Blut. So steht es im Internet, das inzwischen auf wohl jede Frage Rat suchender Patienten eine Antwort weiß. Zu Risiken und Nebenwirkungen befragt wird dann nicht etwa der Arzt oder Apotheker um die Ecke, sondern der "Netdoktor".

Gesundheitsratgeber schießen im Web wie Pilze aus dem Boden, von ihren kommerziellen Betreibern eingerichtet in der Hoffnung, die Bedürfnisse einer immer mehr auf Well- und Fitness fixierten Bevölkerung anzusprechen. Die etablierten Beteiligten am Geschäft mit der Gesundheit - Ärzte und Krankenkassen - sehen in dieser Entwicklung sowohl Chancen als auch Risiken. Zugleich bemühen sie sich mit eigenen Webangeboten, den Anschluss nicht zu verlieren.

Dass die neuen Gesundheitsportale mit den vielen bunten Bildern das Verhalten der Internetsurfer tatsächlich in einem positiven Sinne beeinflussen, mag Ursula Auerswald jedoch nicht so recht glauben. Die Anästhesistin aus Bremen und Vizepräsidentin der Bundesärztekammer hält viele Gesundheits-Ratschläge aus dem Cyberspace schlichtweg für "banal", etwa Hinweise, dass Rauchen schädlich und Gemüse gesund ist.

Andere Webseiten weckten dagegen nur unnötige Ängste: "Auf Dauer hält es das Gesundheitssystem nicht aus, wenn jemand mit Kopfschmerz zum Arzt kommt und sagt: Ich hab' da im Internet was gelesen, ich brauche jetzt doch bestimmt eine Kernspintomographie." Die Diagnose zu stellen, bleibe auch im 21. Jahrhundert die Aufgabe des Arztes, der auf eine persönliche Begutachtung des Patienten angewiesen sei. "Ferndiagnosen per Internet darf es auch in Zukunft nicht geben", fordert Auerswald.

Da kann Christoph Straub, Leiter der Abteilung für medizinische Grundsatzfragen beim im Siegburg ansässigen Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) nur zustimmen. Dass das Internet in Zukunft einen festen Platz im Arzt-Patient-Verhältnis einnehme, lasse sich jedoch weder leugnen noch sei es unbedingt schlecht: "Wenn ein schon gut informierter Patient zum Arzt kommt, kann er vom Mediziner besser geführt werden und selbst stärker bei der Therapie mitwirken." So sei etwa denkbar, dass Diabetiker künftig Blutwerte per E-Mail mit ihrem Arzt diskutieren - hier biete das Internet eine große Chance.

Entscheidend für den Erfolg von Gesundheits-Dienstleistungen im Cyberspace ist, dass die Patienten den Informationen trauen können. "Wenn es nur darum geht, etwas zu verkaufen, sollten alle Warnlampen angehen", rät Ekkehard Bahlo von der Deutschen Gesellschaft für Versicherte und Patienten (DGVP) in Heppenheim (Hessen). Aus diesem Grunde sollte man die neuen Gesundheitsportale gut beobachten: "Wir wissen nicht, was die in zwei oder drei Jahren anbieten." Auch diese Dienste müssten sich ja finanzieren, und deshalb sollten Surfer genau schauen, ob nicht etwa ein Arzneimittel-Unternehmen beteiligt ist.

Dass die "Gesundheitsportale" in der Tat mit der Pharmabranche kooperieren, halten deren Betreiber weder geheim noch für schlimm. Es seien oft schließlich mehrere Unternehmen im Boot, was - so wird behauptet - die Objektivität sichere. Ebenso wird auf wissenschaftliche Beiräte verwiesen, denen kompetente Autoren angehörten, die nur das Wohl der Patienten im Auge haben. "Unheilige Allianzen" könnten sich VdAK-Experte Straub zufolge im Web dagegen an anderen Stellen bilden: So manche Selbsthilfegruppe arbeite eng mit einzelnen Pharmafirmen zusammen und preise in ihren gedruckten Mitglieder-Informationen deren Produkte an. Es sei zu befürchten, dass sich dies im Internet fortsetzt.

Die Zahl der Gesundheitsportale dürfte in den kommenden Jahren zunächst weiter steigen, schätzt Straub. "Da kommen noch einige dazu, vom Weltkonzern bis zur Garagenfirma. Und dann gibt's eine Marktbereinigung: Die Großen werden die Kleinen schlucken."

Krankenkassen und Ärzteverbände hätten nicht vor, auf dem Markt der Gesundheitsseiten im Web den Nicht-Profis wie Medienkonzernen das Feld zu überlassen, sagt Straub. Ob dies gelingt, wird nach Ansicht der Experten auch davon abhängen, inwieweit ein Gütezeichen etabliert und bekannt gemacht werden kann, das dem Surfer eine Hilfestellung bei der Bewertung der Informationen auf den jeweiligen Websites gibt.

Christoph Straub vom VdAK weist auf schon vorhandene Label wie das aus der Schweiz stammende HON ("Health on the Net") hin, die nur bekannter gemacht werden müssen. Allerdings ist der Schwachpunkt dieses Labels seine Unverbindlichkeit: Eine Prüfung entsprechender Webseiten sei kaum möglich und auch unseriöse Anbieter haben sich das Label schon auf ihre Website gesetzt.

Ein allein auf Deutschland bezogenes Gütezeichen hält auch Rüdiger Krech vom Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation WHO in Kopenhagen nicht für ratsam: "Das Web ist global, also sollte auch die Zertifizierung international koordiniert werden." Wenn die WHO von ihren Mitgliedern ein Mandat dazu erhalten sollte, "können wir das schnell übernehmen".


 Presse:  Lese-Tipp Psychotherapie
Psychotherapie und Bücher
Associated Press (AP), 24.05.2000: Dietmar G. Luchmann zu "Psychotherapie per E-Mail ist unseriös".

Zum Thema
Schlimm für die echten Leidensgenossen im Internet - Münchhausen wirbelt mit Falschinformationen Chatforen auf (22.09.2000)
Von der Online-Persönlichkeit zur multiplen Persönlichkeit - Virtuelle Realitäten in Internet-Gemeinden als Eldorado der Werbung (11.09.2000)
Internet revolutioniert Gesundheitswesen und schafft gleichzeitig Suchtpotential - Labile Menschen durch Internet besonders gefährdet (11.09.2000)
Gesundheitsinformation im Internet: WHO denkt über Gütesiegel für seriöse Websites nach (24.05.2000)
Risiken und Nebenwirkungen: Immer mehr Gesundheitsratgeber im Web - mit mehr Banalität? (24.05.2000)
Arztbesuch per E-Mail schon Realität - Attacke Stuttgarter Kassenärzte auf "Web-Sprechstunde" (20.4.2000)
Verschlafen Ärzte und Psychotherapeuten das Internet? Skepsis und Vorbehalte dominieren (15.02.2000)

Monats-Übersicht   Psychotherapie Reports
2000 (1):   11  10  09  08  07  06  05  04  03  02  01*
*Jahr (Jahrgang): Monat

Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie
Psychotherapie

Impressum
© 1995-2000 Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut. Alle Rechte vorbehalten. 
Design und Inhalt gesetzlich geschützt. Jede auch auszugsweise Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis.
Mit der Nutzung dieser Seite erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Ein Service des ABARIS® Institutes für Moderne Psychotherapie und Verhaltensmedizin, Stuttgart 
Psychotherapie
Psychotherapie Psychotherapie Psychotherapie