PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753)
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Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Verhaltenstherapie hilft am besten Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Verhaltenstherapie hilft am besten
Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Verhaltenstherapie hilft am besten
PSYCHOTHERAPIE
© PSYCHOTHERAPIE 23.02.2001

Psychotherapie bei Angst- und Panikstörungen (Teil 2)

Kognitive Therapie statt Psychoanalyse
Nach drei Stunden Psychotherapie war Flug nach Ibiza ein "wunderschönes Erlebnis"

VON GOTTLIEB SEELEN

Fortsetzung von Teil 1 des Beitrages über Angstattacken als dritthäufigste psychische Störung bei Managern. Symptome der Angst wie Schwindel, Zittern, Schwitzen und Herzrasen erscheinen aus vermeintlich "heiterem Himmel".

Zu den beliebtesten Ausweichversuchen vor einer notwendigen "Psycho"-Therapie gehört das Autogene Training. Ebenso populär wie unwirtschaftlich und überflüssig, findet es sich mit allerlei Entspannungsschnickschnack im Angebot bei fast jedem Anbieter von Kursen für mentale Fitness. Reine Zeitverschwendung, sagt allerdings die psychotherapeutische Wirkungsforschung.

Den Gipfel psychotherapeutischer Absurdität stellt freilich die grotesk hohe Zahl von Betten in psychosomatischen Kliniken dar, von denen Deutschland soviel hat wie der Rest der Welt. Die wollen gefüllt werden: Drei Monate "stationäre Psychotherapie" werden für rund 50.000 DM offeriert. Pure Geldverschwendung, sagen Wirkungsforschung und Gesundheitsökonomie.

Besonders gefährdet, übermäßig gern und lange "beherbergt" zu werden, sind Privatpatienten. Ihre Fortsetzung findet diese Verwertungsorgie psychisch Hilfesuchender häufig auf der untauglichen Couch einer Psychoanalyse - mit 240 Stunden für 45.000 DM oder mehr. Nicht selten mit Therapieschaden als Zugabe. Wer bei diesen Angeboten nicht von Angst ergriffen und von Panik geschüttelt wird, ist vermutlich ein hoffnungsloser Fall. Denn am Ende heißt es in deutschen Psychoanalyse-Praxen unakzeptabel oft: außer Spesen nichts gewesen.

Angst und Panik: Kognitive Verhaltenstherapie ist Goldstandard

In seiner Wirksamkeitsstudie "Psychotherapie im Wandel" stellt Prof. Dr. Klaus Grawe von der Universität Bern fest, dass die Verbindung von kognitiver Verhaltenstherapie und Reizkonfrontation bei Angst- und Panikstörungen zu den mit großem Abstand besten Ergebnissen führt und betont: "Therapeuten, die dies - aus welchen Gründen auch immer - nicht tun, legen ihren Patienten völlig unnötig ein verlängertes oder nie endendes Leiden auf und verstossen, das kann man heute so sagen, gegen die Regeln der Kunst." (1994, S.344).


Befreit von Flugangst und Agoraphobie

Nach drei Therapiestunden: Postkarte einer Klientin aus Ibiza
Nach drei Therapiestunden: Postkarte einer Klientin aus Ibiza
* Name aus Datenschutzgründen entfernt
 
  Freudige Erwartung

Eine 22-jährige ABARIS-Klientin*, die bereits nach der dritten Sitzung kognitiver Psychotherapie befähigt wurde, allein nach Ibiza zu fliegen, schrieb diese Postkarte:

"Hallo Herr Luchmann, nach nur 3 Therapiestunden war der Flug nach Ibiza ein wunderschönes Erlebnis! Diesen hatte ich vor 3 Wochen noch als schlimmstes, angsterregendes Ereignis empfunden. In freudiger Erwartung auf den Rückflug genieße ich den Rest der Woche hier [...*]"

Lange nach dem Abschluss der privat bezahlten Psychotherapie von insgesamt sieben Therapiestunden traf diese E-Mail ein:

"Hallo Herr Luchmann, ich weiß nicht, ob sie sich noch an mich erinnern können. Ich war vor ungefähr anderthalb Jahren bei Ihnen in Behandlung. Ich wollte Ihnen nur noch einmal ein herzliches Dankeschön aussprechen. Sie haben mir geholfen, meinen Traum von einem Studium in einer fremden Stadt zu verwirklichen. Nach Beendigung meiner Ausbildung bin ich nach Berlin gezogen und studiere [...]. Wenn ich morgens mit der U-Bahn zur Uni fahre, denke ich manchmal mit einem Schmunzeln im Gesicht daran, dass das vor einem Jahr noch ein Alptraum für mich gewesen wäre! Vielen Dank für alles!!"

Vielfach wird in den Medien eher einseitig über die Reizkonfrontation berichtet, in der Betroffene sich nach der kognitiven Vorbereitung im Rahmen ihrer Psychotherapie in jene Situationen begeben, vor denen sie sich fürchten. Insbesondere das Fernsehen bevorzugt Bilder von Patienten in vorzeigbaren "Horrorsituationen" gegenüber dem optisch deutlich weniger spektakulären Alltag in der psychotherapeutischen Praxis.

Der Effekt dieser Art von Berichterstattung sei jedoch keinesfalls nur positiv, merkt Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Dietmar G. Luchmann, Leiter der Stuttgarter Angstambulanz, an: "Menschen mit Angst- und Panikstörungen profitieren von der Berichterstattung über Angsterkrankungen, wenn sie hierdurch erkennen, dass sie an einer Störung leiden, die heute überaus erfolgreich behandelbar ist. Durch die teilweise dramatischen Bilder von Patienten bei der Reizkonfrontation werden Betroffene allerdings auch völlig unnötig verschreckt."

Verstärkt werde dieser Eindruck durch Therapieerfahrungen wie die jenes Patienten, der sich mit folgender Anfrage an die Angstambulanz Stuttgart wandte: "Ich leide unter Agoraphobie und Panikattacken. Habe vor einigen Jahren eine Therapie in der Christoph-Dornier-Stiftung abgebrochen. Weil bei der Konfrontation mit der schlimmsten Angstsituation angefangen wurde. Auf kognitiver Ebene wurde nicht therapiert. Meine Frage lautet, ob die Therapie im ABARIS Institut genauso verläuft oder ob anders gearbeitet wird. Ich würde so gerne eine Therapie bei Ihnen machen, habe aber Angst aufgrund dieser Erfahrung, ich weiß, daß ich das nicht schaffen würde."

Das Fundament einer erfolgreichen Psychotherapie der Angst- und Panikstörungen ist vor allem die professionelle kognitive Bearbeitung der verzerrten phobischen Wahrnehmung der Wirklichkeit, betont Luchmann. Jede Psychotherapie an seinem Institut beginne stets mit der Arbeit an den phobischen Kognitionen. Deshalb sei es bei ihm eher selten, dass Betroffene bei der Umsetzung ihres therapeutischen Wissens- und Erkenntniszugewinns in der "Reizkonfrontation" noch der Begleitung des Therapeuten bedürfen. "Falls erforderlich", sagt Luchmann, "fliegen wir mit unseren Klienten nach New York, steigen mit ihnen in die Berge, begleiten sie bei sozialphobischen Übungen in der Öffentlichkeit oder fahren mit ihnen im Mittelmeer U-Boot".


Keine Angst (mehr) vor der Tiefe

Psychotherapeutin und Fachärztin Carmen Heerdegen steigt in das U-Boot
Blick aus dem Kommandostand auf den Meeresboden
Korallen im Scheinwerferlicht

* Name und Abb. unterliegen Datenschutz
 
Ein kleiner Tintenfisch und Fische im Hintergrund

Lustvolle Tauchfahrt


Klient* des ABARIS® Institutes wird bei einer "Reizkonfrontation" in einem U-Boot im Mittelmeer von Carmen Heerdegen, Psychotherapeutin und Fachärztin für Neurologie, begleitet.

Abb: Die Psychotherapeutin steigt in das U-Boot (li. oben), Kommandostand mit Blick auf den Meeresboden (li. Mitte), Korallen im Scheinwerferlicht (li. unten), Tintenfisch an Unterwasserwand (re.).

"Tatsächlich sind jedoch weit über 90 Prozent aller unserer Klienten in der Lage, ihre Problemsituationen nach der speziellen kognitiven Vorbereitung am ABARIS Institut erfolgreich allein zu bewältigen", betont Psychotherapeut Dietmar G. Luchmann. "Bereits die Tatsache, dass unsere Klienten die vordem von ihnen gefürchteten Situationen nach wenigen Stunden kognitiver Vorbereitung allein zu bewältigen vermögen, gibt ihnen ein Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, das in alle Bereiche ihres Lebens ausstrahlt." Zudem reduziere diese kognitive Vorbereitung bei einer professionellen kognitiven Verhaltenstherapie die Therapiedauer und die Therapiekosten auf ein Minimum.

Die Angstambulanz des ABARIS® Institutes bietet als Top-Adresse für Angst- und Panikstörungen und Phobien eine kompakte ambulante Therapie auch für Betroffene an, die weit entfernt von Stuttgart leben. Nicht Ausbildungskandidaten (wie zuweilen an anderen Institutionen), sondern ausschließlich erfahrene psychologische und ärztliche Psychotherapeuten führen die Behandlung durch.

   
 PSYCHOTHERAPIE Adressen-Tipp
ABARIS® Institut für Psychotherapie und Life Coaching
Zaackoer Weg 40
D-15926 Luckau

www.abaris.de - Online-Anmeldung für die Angstambulanz, Coaching, kognitive Verhaltenstherapie, Psychotherapie, Paartherapie u.v.m.
Leitung: Dietmar G. Luchmann, Diplom-Psychologe, Psychotherapeut.


Die Behandlungskosten von im Durchschnitt insgesamt rund 3.000 bis 5.000 DM werden von den privaten Krankenversicherungen in der Regel vollständig und von den gesetzlichen Krankenkassen bei freiwillig Versicherten im Wege der Kostenerstattung nach § 13 Abs.2 SGB V zum Teil übernommen. Selbst in Fällen, in denen bei gesetzlich Pflichtversicherten die Krankenkassen Behandlungskosten nicht erstatten, fällt die Entscheidung zwischen zwei Wochen Urlaub oder einer Psychotherapie vergleichsweise leicht.

Privatzahler, die Wert auf Diskretion und Professionalität legen können ihr Therapieprogramm bei Bedarf innerhalb einer Woche - einschließlich eventuell erforderlicher Übungen - absolvieren. "Wir stellen für jede Klientin und jeden Klienten ein optimales Programm zusammen - auch wenn, wie gelegentlich geschehen, nur wenige Tage für die Anreise aus dem Ausland zur Verfügung stehen", unterstreicht Luchmann.

Interesse der Wirtschaft an wirksamer Psychotherapie wächst

   
 PSYCHOTHERAPIE Presse-Tipp
Angst- und Panikstörungen: Tabu-Thema bei Unternehmern
Markt und Mittelstand

"Krankhafte Angstzustände sind ein Tabuthema, vor allem in Wirtschaftskreisen. Viele Unternehmer, die unter diesen Phobien leiden, drücken sich deshalb um eine Therapie..."

Lesen Sie hier weiter.


Angesichts der enormen Kosten, die unbehandelte phobische Angestellte den Unternehmen verursachen, sieht der Leiter der Angstambulanz ein wachsendes Interesse von Firmen an der Therapie für betroffene Mitarbeiter: "Manche Führungskräfte stehen unter solchem psychischen Druck, dass sie Zeitbomben gleichen. Eklatant unterschätzt wird, welche Kosten den Firmen durch die geminderte Arbeits- und Leistungsfähigkeit betroffener Mitarbeiter entstehen", sagt Psychotherapeut Luchmann. Auch Unternehmen und Behörden können daher von kognitiver Psychotherapie und begleitendem Coaching durch externe Profis profitieren, die Druck abbauen helfen und kommunikative Reibungsverluste vermindern.

Sozialphobie ist in wenigen Stunden abzulegen

Ein Unternehmer mit Sozialphobie, der wegen seiner Ängste die Hilfe von Dietmar G. Luchmann in Anspruch nahm, schrieb später: "Es war unglaublich. Ich war nach nur 7 Therapiesitzungen in der Lage, die von mir so schrecklich gefürchtete Rede [...] zu halten. Und nicht nur das. Plötzlich war auch das Leben vor einem solchen Ereignis wieder schön. Durch die erlernten Techniken war es mir möglich, die Zeit vor der Rede, die Rede selbst und auch die Feier danach zu genießen. Ich konnte meinen Mitarbeitern endlich mal in Ruhe und überlegt solche Dinge sagen, die mir bisher durch die lähmende Wirkung der Angst versagt blieb. Auch der normale Alltag hat durch die Therapie eine sehr positive Wandlung erfahren. Kein Weglaufen mehr, keine Ungerechtigkeiten in banalen Alltagssituationen, sondern überall das sagen können, was man wirklich will oder wie man darüber denkt. Endlich bin ich wieder in der Lage, unbeschwert zu leben, das Leben zu genießen..."

Unglaublich? Gewiss nicht, denn dieser Erfolg ist inzwischen Standard bei einer effizienten Psychotherapie. Vielen Unternehmern und Managern mag allerdings die Erfahrung noch fehlen, dass die Nutzung psychologischen Wissens nicht nur beim Marketing, sondern auch bei der Optimierung von Wohlbefinden und Leistung als psychotherapeutische Dienstleistung hoch rentabel ist. Und zudem - anders als bei manchem skurrilen Motivationsseminar - einen nachhaltigen Wettbewerbsvorsprung schafft.

Lesen Sie im Teil 1 dieses Beitrages, an welchen typischen Symptomen Angst- und Panikstörungen zu erkennen sind.

Fotos und Belege: © 1993-2001 ABARIS Institut für Psychotherapie, Stuttgart

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PSYCHOTHERAPIE erscheint im Psychotherapie-Verlag am ABARIS® Institut für Psychotherapie, Coaching und Verhaltenstherapie, Luckau, Brandenburg. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis durch den Psychotherapie-Verlag.