© PSYCHOTHERAPIE 23.02.2001Psychotherapie bei
Angst- und Panikstörungen (Teil 1)
Leiden Sie nicht länger!
Aus Angst "vor 8 Wochen nicht alleine vor die Haustür" - und heute die dritte Reise
VON GOTTLIEB SEELEN
Immer mehr Menschen überkommt Schwindel, Zittern, Schwitzen und
Herzrasen aus vermeintlich "heiterem Himmel" - die typischen Symptome der
Angst. Angstattacken sind nach Depressionen und Alkoholmissbrauch die
dritthäufigste psychische Störung bei Managern.
Die körperlichen Symptome einer Angst- und Panikstörung oder Phobie
werden jedoch von den Betroffenen oft zunächst nicht als Angst erkannt. So suchen Menschen
mit Angst- und Panikstörungen, wie die Statistik belegt, erst nach durchschnittlich acht bis
zehn Jahren einen geeigneten Psychotherapeuten auf - eine unvorstellbare Zeit völlig
unnötigen Leidens und geminderter Arbeitsfähigkeit sowie Lebensqualität.
Dabei ist die Behandlung von Angst- und Panikstörungen inzwischen sehr erfolgreich und mit
geringem Aufwand möglich. Der wissenschaftliche "Stand der Kunst" in kognitiver
Verhaltenstherapie stellt heute Techniken zur Verfügung, die regelhaft eine erfolgreiche
Psychotherapie innerhalb von weniger als 15 Behandlungsstunden ermöglichen. Wie in
folgendem Beispiel:
Agoraphobie mit Panikstörung überwunden
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* Name aus Datenschutzgründen entfernt
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Wirkliche Potenz
Eine 23-jährige Klientin* vom Bodensee, die sich zu Beginn der kognitiven Therapie
nicht vor die Haustür traute, grüßt nach acht Wochen aus Hamburg von ihrer dritten Reise
und spottet über die Sex-Besessenheit erfolgloser Psychoanalytiker (Türme als
Penissymbole):
"Hallo Herr Luchmann
.. vor 8 Wochen nicht ohne Protest alleine vor die Haustür und heute allein in Hamburg
(800 Km weit weg) auf der Suche nach Phallussymbolen!
Liebe Grüße H[*...]"
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Das Vermeiden von problematischen Situationen wie Flügen, Konferenzen
und Geschäftsessen gefährdet nicht nur die Karriere und mindert die Lebensqualität, sondern
verstärkt die Angst. Wenn die zunehmende Angst und Selbstbeobachtung die Arbeits- und
Handlungsfähigkeit "auffressen" und die Panik das Herz bis zum Hals schlagen lässt, der
Brustkorb wie zugeschnürt ist und sich Beklemmung und Atemnot breit machen - dann ist ein
rascher Termin beim Psychotherapeuten angezeigt.
Angst- und Panikstörung: Körperliche Symptome
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© 2000 ABARIS®
Institut für Psychotherapie
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Abb. oben: "Der Phobiker"
Die zunehmende Selbstbeobachtung beansprucht schließlich die gesamte Aufmerksamkeit und
macht den Phobiker arbeits- und handlungsunfähig.
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Angst und Panik entstehen als Reaktion des vegetativen
Nervensystems auf angstauslösende Situationen. Häufig ist ein konkretes Ereignis
Auslöser des ersten Panikanfalls, allerdings können auch angstauslösende Gedanken allein
eine massive körperliche Angst- und Panikreaktion erzeugen (z.B. "Ich dachte plötzlich
daran, was passieren könnte..."). Wenn diese phobischen Gedanken sich nach einem
"Ersterlebnis" verselbständigen, kann sich leicht eine manifeste Angst- und Panikstörung
entwickeln.
Diese phobische Entwicklung wird zumeist erst dann bemerkt, wenn die körperlichen
Symptome so heftig geworden sind und so häufig auftreten, dass sie Befinden und
Handlungsfähigkeit der Betroffenen massiv beeinträchtigen. Gleichwohl handelt es sich bei
einer Angst- und Panikstörung um eine "fehlgelaufene Lerngeschichte",
die deshalb der Behandlung durch einen erfahrenen kognitiven Psychotherapeuten bedarf. "Es liegt auf der Hand", so betont der Stuttgarter Diplom-Psychologe und
Psychotherapeut Dietmar G. Luchmann, "dass die Bewältigung dieser
fehlgelaufenen Lerngeschichte umso rascher und unaufwendiger gelingt, je früher ein Klient
geeignete psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt."
Anderenfalls (insbesondere bei der noch viel zu oft zu beobachtenden unnötigen und teuren
Odyssee durch die Praxen der Organmediziner) verfestigen die "phobischen
Denkfehler", wie der Angstspezialist Luchmann erklärt, eine mit vielgestaltigen
körperlichen Symptomen einhergehende "krankheitsverstärkende
Reaktionskaskade".
Zu den häufigsten, sowohl allein als auch gemeinsam auftretenden Beschwerden zählen
Herzklopfen, Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag, Schwindel und Schwindelgefühle,
Schwitzen, unkontrollierbare Hitzewallungen oder Kälteschauer, Zittern oder Vibrieren,
"weiche Knie", Kurzatmigkeit oder Atemnot, Schmerzen, Beklemmungsgefühle im Brustkorb,
Erstickungs- oder Würgegefühle, Kribbeln oder Taubheit in Körperteilen, Gefühle der
Unwirklichkeit oder des Losgelöstseins, geschwollene Zunge oder süßer Geschmack im Mund,
Seh- und Wahrnehmungsstörungen (z.B. eingeengtes Sichtfeld), Übelkeit oder
Magen-Darm-Beschwerden. Zu diesen vegetativen Reaktionen treten später oft als
Begleiterscheinung weitere Ängste hinzu, zum Beispiel Angst, die Kontrolle zu verlieren oder
verrückt zu werden, oder Todesangst.
Moderne Psychotherapie: Kurz, effektiv und "macht Spaß"
Die Statistik der Angstambulanz des Stuttgarter ABARIS®
Institutes für die Jahre 1993-95 weist eine bemerkenswerte Effizienz aus. "Mit im Durchschnitt nur 14,5 Sitzungen kognitiver Verhaltenstherapie wurden
Erfolgsraten von über 95 Prozent erreicht", berichtet Dietmar G. Luchmann, der das
private Therapie- und Forschungsinstitut leitet, und fügt hinzu: "Der
Trend geht ganz klar zu noch kürzeren und effektiveren psychotherapeutischen Angeboten, die
mit nur zehn oder zwölf Stunden erfolgreich sind."
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| PSYCHOTHERAPIE
Adressen-Tipp |
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ABARIS® Institut für
Psychotherapie und Life Coaching
Zaackoer Weg 40
D-15926 Luckau
www.abaris.de - Online-Anmeldung für
die Angstambulanz, Coaching, kognitive Verhaltenstherapie,
Psychotherapie, Paartherapie u.v.m.
Leitung:
Dietmar G. Luchmann,
Diplom-Psychologe, Psychotherapeut.
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Das Spektrum der ABARIS® Psychotherapeuten variiere je nach
therapeutischer Zielsetzung, die von den Klienten bestimmt werde. Es erstrecke sich von der
fokussierten Behandlung einer spezifischen Angststörung und reiche bis hin zur Bewältigung
von Lebenskrisen und der persönlichen Sinnfindung. "Die Scheu vieler
Menschen vor der Konsultation eines Psychotherapeuten", sagt Luchmann, "wird leider aufrecht erhalten und genährt durch den wissenschaftsfeindlichen
Dilettantismus, der unter dem Begriff Psychotherapie noch immer grassiert".
Völlig falsch sei die verbreitete Vorstellung, eine Psychotherapie sei schrecklich und
belastend. Ebenso realitätsfern sei die Vorstellung, Verhaltenstherapie gleiche einer
"Dressur". Durch die Vergnüglichkeit des Erkenntnisgewinns und die Freude an der
Problemlösung könne eine effiziente Psychotherapie vielmehr Spaß machen. Allerdings könnten
sich das nur wenige Betroffene vorher tatsächlich vorstellen, selbst wenn sie entsprechende
Bewertungen seiner Klienten lesen, beobachtet Luchmann: "Es ist halt wie
mit dem Erwerb des aufrechten Ganges in der Entwicklungsgeschichte. Solange Psychotherapie
erfahren wird als das furchtbare psychoanalytische Kriechen im Unterholz der vermoderten
Vergangenheit, so lange ist die Sicht auf fruchtbare Lösungen für das Heute und die Zukunft
versperrt. Hunger hat den Menschen in der Evolution dazu geführt, sich aufzurichten. Erst
dann konnte er die großartige Perspektive für seine Entwicklung wahrnehmen. Bei psychischen
Problemen," so Luchmann, "hat es den Anschein, dass das Leid für
den einzelnen und die Gemeinschaft vielfach erst unerträglich sein muss, um
Handlungsbereitschaft zu erzeugen".
"Nach einer fast 20jährigen Behandlung von verschiedenen Ärzten bin ich
sehr überrascht, daß man eine ... Sache wie Angst- oder Panikzustände in wenigen Stunden aus
der Welt schaffen kann," schrieb ein Klient nach nur neun Stunden kognitiver
Psychotherapie an Dietmar G. Luchmann. Sein Arbeitgeber schickte ihn an Luchmanns Institut,
nachdem seine Angst- und Panikstörung die Arbeitsfähigkeit massiv beeinträchtigte. Fast 20
Jahre hatten sich die Ärzte des betreffenden Klienten zuvor an ihm mit unsinniger Diagnostik
und untauglichen Behandlungen bereichert, ohne ihm bei seiner Angsterkrankung zu helfen.
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Klaus Grawe, Ruth Donati & Friederike
Bernauer: Psychotherapie im Wandel. Von der Konfession zur
Profession. Göttingen: Hogrefe-Verlag, 1994. XIV + 886 S.
Hier bestellen
Eine aufwändige wissenschaftliche Analyse, welche Form der
Psychotherapie zum Erfolg führt, und eine erschütternde
Dokumentation der absurden Situation Deutschlands, in dem die
untauglichsten Psychotherapie-Methoden dominieren.
Rezension lesen
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Prof. Dr. Klaus Grawe, Universität Bern,
beobachtete in seiner klassischen Wirksamkeitsstudie "Psychotherapie im
Wandel": "Therapeuten, die für sich selbst feststellen müssen, dass
die Mehrzahl ihrer Therapien länger als 40 Therapiesitzungen dauert, müssen über die Bücher.
Sie sind Opfer einer falschen Ausbildung und/oder einer selbst produzierten
Realitätsverzerrung" (1994, S.698).
Obwohl eine psychoanalytische Therapie bei Angst- und Panikstörungen nicht wirksam ist, wie
auch Prof. Dr. G. Côté und Prof. Dr. David H. Barlow vom Zentrum für Stress- und
Angsterkrankungen der State University of New York betonen, behandeln Psychoanalytiker mit
ihrem wirklichkeitsfremden Therapiekonzept nach wie vor entsprechende Patienten und
verlängern deren Leiden - in grotesker Weise von den Krankenversicherungen bezahlt - bis hin
zum Selbstmord.
Soziale Phobie - endlich abgelegt
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Als ein typisches Beispiel falscher
Behandlung mit untauglicher Psychoanalyse schildert Luchmann einen Klienten,
der wegen einer sozialen Phobie Hilfe suchte. Nach seiner kognitiven Verhaltenstherapie am
ABARIS Institut wurde er später im Marketing sehr erfolgreich und schrieb in seiner
Abschlussbeurteilung:
"Als ich meine Therapie begann, war ich völlig am Ende. Die einzige
Lösung für das Ende meiner permanenten Angst, zu dieser Zeit gab es fast keinen Moment
mehr ohne sie, schien der Selbstmord. Als letzten Versuch, der aber eigentlich nur noch
klären sollte, wieso es so weit kommen konnte, suchte ich einen Hypnotherapeuten auf. Nie
hätte ich gedacht, daß ich dort erfahren würde, daß meine Angst eine behandelbare Phobie
ist. Schließlich hatte man mir in 40 Stunden Psychoanalyse beigebracht, daß ich in der
Vergangenheit mehr schlechte als gute Erfahrungen und mehr Probleme als Lösungen erlebt
hatte. Somit hielt ich mich als Totalversager, der, wenn überhaupt noch möglich, als Wrack
durch das Leben gehen sollte. Und das wollte ich nicht. Also begann ich die Therapie auch
sehr skeptisch. Als Klärung vor dem Ende [...]
Nach ca. 5 Monaten und 15 Therapiestunden [am ABARIS®
Institut für Psychotherapie Stuttgart], die allesamt auch noch Spaß
gemacht haben, habe ich es geschafft, eine neue Sicht der Dinge zu gewinnen. Dadurch kann
ich, besser als die 22 Jahre vor Beginn der Erkrankung, leichter mit Ängsten und Problemen
umgehen. Daß ich vier Jahre meines Lebens unter permanenter Angst gelitten habe, und ich
dabei viel verloren habe, ist [...] ein hoher Preis [...]"
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Doch was bietet die ausufernde Therapieindustrie den
Hilfesuchenden in Deutschland heute wirklich? 50 bis 60 Prozent der Patienten einer
Allgemeinarztpraxis, so belegen seriöse Untersuchungen, klagen über psychosomatische
Störungen - darunter ein beträchtlicher Teil mit Angsterkrankungen. Im Konflikt zwischen der
eigenen Einkommenssicherung und der Überweisung zum ungeliebten Psychotherapeuten schicken
körperorientierte Ärzte ihre Patienten, die ihnen mit Angst- und Panikstörungen einträgliche
Umsätze verschaffen, oft regelmäßig durch ihre Diagnostik-Mühlen und machen sie von
Tabletten abhängig. Als gern gesehene Wiederholungsbesucher solcher Arztpraxen
verschleppen Betroffene so den Gang zur wirksamen Psychotherapie teilweise über Jahre.
Lesen Sie weiter im Teil 2, welche
Psychotherapie bei Angst- und Panikstörungen sinnvoll ist.
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