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© PSYCHOTHERAPIE 04.01.1999
Verbraucher-Zentrale: "Bei ambulanter Psychotherapie beträgt die
Ersparnis bis zu 9 DM pro investierter Mark"
Wirksamkeit in der Psychotherapie
Moderne Psychotherapie ist in der Regel nach durchschnittlich
nur 15 Sitzungen erfolgreich
VON
DIETMAR G. LUCHMANN
Die therapeutische Integration und
Anwendung moderner Behandlungsverfahren der klinischen
Psychologie und Naturheilkunde auf streng wissenschaftlicher
Grundlage führt im Ergebnis zu sehr kurzen und erfolgreichen
Behandlungen - bei einem Minimum an Kosten. Am "ABARIS Institut für Psychotherapie und
Verhaltensmedizin" in Stuttgart - einer im Dezember 1993
gegründeten privaten Therapie- und Forschungseinrichtung - wird
nach diesem Konzept gearbeitet.
Die Verknüpfung bewährter Verfahren der
kognitiven und klinischen Psychologie mit bewährten Verfahren
der Naturheilmedizin führt zu einem ganzheitlichen
Behandlungskonzept, welches die enge Wechselwirkung zwischen
Körper und Psyche vollständig berücksichtigt. Die überlegenen
kognitiv-behavioralen Verfahren (kognitive Verhaltenstherapie)
und die häufig unterschätzten Hypnoseverfahren werden am ABARIS
Institut, ergänzt durch geeignete naturmedizinische
Heilverfahren, in Einzel- und Gruppen-Behandlungen nach
ausschließlich therapeutischen Erfordernissen angeboten.
Effektiv heißt häufig Privatbehandlung
Nach dem Stand der Heilkunst mögliche
Therapieerfolge werden bei ABARIS durch Leistungsbeschränkungen
einzelner Kostenträger oder überholte Psychotherapie-Richtlinien
der Krankenkassen nicht beeinträchtigt oder vorenthalten.
Aufgrund der ausschließlichen privatrechtlichen Behandlung am
ABARIS Institut in Verbindung mit der uneingeschränkten
Verfügbarkeit der besten wissenschaftlich als wirksam erwiesenen
Methoden ist ein optimal auf die Bedürfnisse und die Erkrankung
des Einzelnen ausgerichteter individueller Weg zum
Therapieerfolg möglich.
So können beispielsweise Klienten mit einer Agoraphobie oder
Zwangsstörung, die am Aufsuchen des ABARIS Institutes durch ihre
Erkrankung gehindert sind, individuell vor Ort behandelt werden.
Auch für Reizkonfrontationsbehandlungen mit Einzel- oder
Gruppentraining in geeigneten Situationen (z.B. Reisen) und
Intensiv- bzw. Blocktherapie über 1 - 4 Tage gibt es außer der
therapeutischen Indikation keine Beschränkungen.
Selbstverständlich gilt dies auch für die Anwendung aller
naturheilkundlichen Verfahren und Techniken. Daneben bietet das
ABARIS Institut präventive Kurse an (z.B. Diätetik, Heilfasten,
Psychohygiene, aktive Stressbewältigung, Management-Coaching und
Mitarbeiterführung).
Bevorzugt werden bei ABARIS jene Verfahren, die auf dem
zuverlässigsten und kürzesten Weg zum Erfolg führen und damit
insgesamt nur geringe Therapie-Kosten verursachen. "Es ist nachgewiesen", so Prof. Dr. Mary Koss
von der Universität Arizona und Prof. Dr. Julia Shiang von der
Stanford University Medical School, "daß
Kurzzeit-Psychotherapie ebenso wirksam, aber kostengünstiger ist
als eine unlimitierte Psychotherapie" (Koss & Shiang,
1993, S. 682). Dieser Vorteil gilt aber nur für kognitive
Verhaltenstherapie! Bei tiefenpsychologischen und
psychoanalytischen Therapien "verschwand der
Nutzen innerhalb des ersten Jahres während die Wirkungen von
alternativen Psychotherapien wie der kognitiven
Verhaltenstherapie dies nicht taten", stellt die
WHO-Studie eindeutig fest (Andrews / WHO, 1993, S. 239).
Mehr noch: Da kognitive Verhaltenstherapie konsequent auf die
Erschließung der Selbsthilfekräfte und die Befähigung zum
Selbst-Management abzielt, ist sie nicht nur ein überlegenes
Behandlungsverfahren, "sondern auch ein
Behandlungsverfahren, bei dem die Therapiefortschritte
langfristig aufrechterhalten werden und weiter anwachsen",
betonen Prof. Dr.med. Carlos Perris von der Psychiatrischen
Klinik der University of Umea, WHO Collaborating Centre for
Research and Training in Mental Health, und Prof. Dr.med. Jörgen
Herlofson von der Abteilung Psychiatrie des Danderyd General
Hospital, Umea (Perris
u.a. / WHO, 1993, S. 185).
Wie lange dauert eine Psychotherapie ?
Bei ABARIS wird angesichts der von
Andrews
(1993),
Grawe u.a. (1994),
Luchmann (1994a) und anderen
Forschern kritisierten Missstände in der psychotherapeutischen
Gesundheitsversorgung großer Wert auf eine wissenschaftliche
Wirksamkeitsprüfung der angebotenen Therapien gelegt. Von
Betroffenen werden häufig die für eine dauerhaft wirksame
Therapie erforderlichen Aufwendungen zum Teil extrem
überschätzt. "Der Zeitraum", so Prof.
Klaus Grawe von der Universität Bern (Grawe u.a., S. 696), "in
dem wirksame Therapien ihre Effekte erzielen, bemißt sich nach
Monaten und nicht nach Jahren. Gerade bei den Therapieformen,
die sich als besonders wirksam erwiesen haben, treten die
positiven Wirkungen der Therapie in erstaunlich kurzen
Zeiträumen ein bzw. werden mit einer erstaunlich geringen
Sitzungszahl erreicht. Dies gilt sehr ausgeprägt für viele der
kognitiv-behavioralen Verfahren".
Am bemerkenswertesten ist der geringe Zeitbedarf der kognitiven
Verhaltenstherapie.
Perris & Herlofson schreiben in der WHO-Studie von
1993 (S.185): "Die Länge der Behandlung ist
bei dem durchschnittlichen Patienten vergleichsweise kurz (12-15
Sitzungen) und ist kürzer als bei einer Vielzahl anderer
Behandlungsverfahren erforderlich wäre".
Die Statistik der Psychotherapeutischen Ambulanz des ABARIS
Institutes (Leitung: Dipl.-Psych. Dietmar G. Luchmann) belegt
übereinstimmend mit vielen Studien, die in der Therapieforschung
in den letzten Jahren

Abb. 1. Therapiedauer: Bis zum
Behandlungsabschluss bei Angst- und Panikstörungen benötigten
139 Klienten einer uns zugewiesenen Zufallsstichprobe im
Untersuchungszeitraum vom 01.12.93 - 28.02.95 im Durchschnitt
nur 14,5 effektive Therapiesitzungen (Behandler: Dietmar G.
Luchmann).
durchgeführt wurden: In der Regel benötigt kognitive
Verhaltenstherapie, auch in schwierigen Fällen, nur 5 bis 25
Therapiesitzungen für einen dauerhaften Erfolg.

Abb. 2. Therapieerfolg:
Fremdbeurteilung am Therapieabschluss (01.12.93 - 28.02.95) bei
139 Klienten einer uns zugewiesenen Zufallsstichprobe (71
Frauen, 68 Männer). Die Besserungsrate lag insgesamt bei über 90
%. Mehr als die Hälfte (58%) der Frauen und Männer (Altersspanne
18 bis 68) wies mit dem Erreichen aller Therapieziele einen sehr
guten Erfolg auf, 24 % waren deutlich gebessert und 13 %
erreichten einen befriedigenden Erfolg. Bei 3 % blieben Probleme
unverändert bestehen, Verschlechterungen waren nur bei 2 % zu
beobachten (Therapieabbrecher).
Wie teuer ist Psychotherapie?
Es ist ein grundsätzliches Vorurteil,
dass effiziente Psychotherapie teuer sei. Ein Vorurteil, das
ebenso abwegig ist wie die (noch) verbreitete Auffassung,
Psychotherapie sei nur etwas für psychisch schwer Gestörte oder
"Verrückte". Trotz der langsam wachsenden Akzeptanz ist die
Hemmschwelle noch immer groß, befürchten viele Betroffene Spott
oder schiefe Blicke aus dem Familien- und Kollegenkreis, von
Nachbarn und von Freunden. Dahinter steht oft das
Missverständnis, dass Psychotherapeuten mit Psychiatern
verwechselt, obwohl das zwei völlig verschiedene Berufe sind.
Psychiater beschäftigten sich mit schweren psychotischen
Störungen wie etwa Schizophrenie, verfügten über eine
medizinische Ausbildung und setzten dementsprechend bevorzugt
Medikamente in der Behandlung ein. Mit solchen falschen Bildern
im Kopf zögern viele Betroffene die Entscheidung für eine
Psychotherapie immer wieder hinaus, weil sie nicht für verrückt
gehalten werden wollen. Aber kann man es normal nennen, eine
bewährte Dienstleistung wie kognitive Psychotherapie nicht
anzunehmen und sich statt dessen über Jahre zu quälen?
Vielmehr ist Psychotherapie ist ein eminent wichtiger Teil einer
präventiven Gesundheitsversorgung.
Grawe u.a. bemerken hierzu: "Eine rechtzeitige psychotherapeutische Behandlung
würde nicht nur den betroffenen Patienten Jahre unnötigen
Leidens, sondern auch der Gesellschaft als Ganzer enorme Kosten
ersparen. Kosten-Nutzen-Analysen für den Einsatz
psychotherapeutischer Behandlungsmethoden haben ergeben, dass
die Häufigkeit der Inanspruchnahme medizinischer
Dienstleistungen nach psychotherapeutischen Behandlungen
langfristig wesentlich geringer ist als ohne Psychotherapie und
dass die dadurch eingesparten Kosten die Kosten einer
psychotherapeutischen Behandlung bei weitem aufwiegen"
(S. 13).
Das nachfolgende Beispiel illustriert die derzeit leider noch
typische und tragische Versorgungssituation:
Dem Hausarzt vertraut - in Psychiatrie geendet
H., leitender Angestellter (35), verh., Kinder, Alleinverdiener,
erlebt bei einer Erkältung eine Panikattacke, die sein
Selbstvertrauen völlig zerstört: "Seit
diesem Tag ist bei mir etwas kaputtgegangen", sagt H.
Der Hausarzt schreibt H. zunächst völlig unnötig drei Wochen
krank und verordnet Sedativa. Danach geht H. wieder
arbeiten, ist aber beunruhigt, dass sich die Panikreaktionen
wiederholen könnten, was tatsächlich geschieht. Weil er
keinen Ausweg findet, wird er zunehmend depressiv, erhält
mehr Tabletten und weitere Krankschreibungen. Der Hausarzt
rät ihm vier Monate später zu einer Psychoanalyse, für die
H.’s Krankenversicherung 160 Stunden genehmigt. Da sich sein
Zustand weiter verschlechtert, "flüchtet"
H. sich in eine psychiatrische Klinik, die ebenfalls
psychoanalytisch behandelt. Nach zwei Monaten und
zwischenzeitlichem Suizidversuch bricht H. die
Klinikbehandlung ab, die er als "totalen
Flop" erlebt, wird weiter krankgeschrieben und liegt
fast nur noch zu Hause im Bett. Die verzweifelte Ehefrau
setzt einen Wechsel zu einem neuen Hausarzt durch, der
unverzüglich die Einleitung einer Verhaltenstherapie
empfiehlt. In den acht Monaten seit dem ersten Panikanfall
ist H. so depressiv und lebensunfähig geworden, dass er
zunächst von der Ehefrau zur Behandlung gebracht werden
muss. An unnötigen Behandlungskosten entstehen so in 8
Monaten über 55.000 DM. Die psychischen, sozialen und
wirtschaftlichen Folgen für H., dessen Familie und
Arbeitgeber nicht eingerechnet !
Innerhalb von nur 12 Sitzungen Verhaltenstherapie am ABARIS Institut für Psychotherapie geht
H. wieder arbeiten. Nach weiteren 10 Sitzungen ist er
wiederhergestellt. Kosten hierfür: nur ca. 3.500 DM.
Fazit
Hätte der Hausarzt H. sofort eine kognitive
Verhaltenstherapie empfohlen, wären nur 6,4 % der Kosten
entstanden. Mit anderen Worten: Jede in die effiziente
ambulante Psychotherapie investierte Mark hätte in diesem
Fall über 15 DM bei anderen (unnötigen) Behandlungen im
Gesundheitssystem gespart. Eine Ersparnis, die sich bei
diesem einen - und durchaus typischen - Behandlungsfall auf
51.500 DM beläuft.
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Effizienz-Untersuchungen in Unternehmensbereichen und in der
Wirtschaft ergaben ebenfalls erstaunliche Einsparungen, die
durch eine qualifizierte psychologische Beratung, Intervention
und Supervision zu erreichen sind. Die Gewinne durch die
Minderung innerbetrieblicher Reibungsverluste und Spannungen
sowie die Erhöhung der Arbeitsfreude, Effizienz und
Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter übertrafen die Beratungs- und
Trainingskosten um ein Vielfaches.
Ebenso ergibt sich im Gesundheitswesen, wie "Kosten-Nutzen-Analysen
zeigen", [...] "bei ambulant
durchgeführter Psychotherapie" [eine] "Ersparnis
sogar bis zu 9 DM pro investierter Mark" (Verbraucher-Zentrale
Nordrhein-Westfalen, 1999, S. 14).
Diesen kurzen und kostengünstigen Weg zu psychischem Wohlfinden
zu beschreiten, scheuen sich in Deutschland noch viele Menschen
aus Unsicherheit, Unwissenheit und Scham. Zudem behindern viele
Krankenversicherungen durch unsinnige und törichte Regelungen
und eigennützige, an den eigenen Praxisumsatz denkende Ärzte ("Kassenärzte als Feinde effektiver Psychotherapie")
die unkomplizierte Inanspruchnahme eines psychologischen
Psychotherapeuten. So haben seelisch Kranke häufig bereits einen
nach dem heutigen Stand der Wissenschaft völlig unnötigen
jahrelangen, einsamen Kampf mit ihrem Leiden hinter sich, bevor
sie sich einem qualifizierten psychologischen Psychotherapeuten
anvertrauen.
Andrews, G. (1993). The benefits of
psychotherapy. In N.Sartorius; G. de Girolamo; G. Andrews; G.A.
German; L. Eisenberg (Hrsg.), Treatment of mental disorders: a
review of effectiveness. Washington: World Health Organization /
American Psychiatric Press, 235-247.
Grawe, K.; Donati, R.; Bernauer, F. (1994).
Psychotherapie im Wandel - von der Konfession zur Profession.
Göttingen: Hogrefe.
Koss, M. P.; Shiang, J. (1993). Research on brief psychotherapy.
In A. E. Bergin; S. L. Garfield (Hrsg.), Handbook of
psychotherapy and behavior change. 4. Auflage. New York: Wiley,
664-700.
Luchmann, D. G. (1994a). Heilkunst ohne
Gebetbuch: Empirische Psychologische Therapie.
Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, 26, 231-241.
Perris, C.; Herlofson, J. (1993). Cognitive therapy.
In N. Sartorius; G. de Girolamo; G. Andrews; G. A. German; L.
Eisenberg (Hrsg.), Treatment of mental disorders: a review of
effectiveness. Washington: WHO / American Psychiatric Press,
149-197.
Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen (1999). Chance
Psychotherapie. Düsseldorf: VZ NRW.
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