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| World Health Organization - WHO Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - DIMDI ICD-10
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Die in diesem Abschnitt zusammengefaßten
Störungen haben folgende Gemeinsamkeiten:
In den meisten Fällen sind unter anderem die Sprache, die visuellräumlichen Fertigkeiten und die Bewegungskoordination betroffen. In der Regel bestand die Verzögerung oder Schwäche vom frühestmöglichen Erkennungszeitpunkt an. Mit dem Älterwerden der Kinder vermindern sich die Störungen zunehmend, wenn auch geringere Defizite oft im Erwachsenenalter zurückbleiben. |
| F80.- | Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache | |||||||
| Es handelt sich um Störungen,
bei denen die normalen Muster des Spracherwerbs von frühen Entwicklungsstadien an
beeinträchtigt sind. Die Störungen können nicht direkt neurologischen Störungen oder
Veränderungen des Sprachablaufs, sensorischen Beeinträchtigungen, Intelligenzminderung
oder Umweltfaktoren zugeordnet werden. Umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens
und der Sprache ziehen oft sekundäre Folgen nach sich, wie Schwierigkeiten beim Lesen und
Rechtschreiben, Störungen im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen, im emotionalen
und Verhaltensbereich. |
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| F80.0 | Artikulationsstörung | |||||||
| Eine umschriebene Entwicklungsstörung, bei der die Artikulation des Kindes unterhalb des seinem Intelligenzalter angemessenen Niveaus liegt, seine sprachlichen Fähigkeiten jedoch im Normbereich liegen. | ||||||||
| Dyslalie Entwicklungsbedingte Artikulationsstörung Funktionelle Artikulationsstörung Lallen Phonologische Entwicklungsstörung |
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| Exkl.: | Artikulationsschwäche (bei): · Aphasie o.n.A. · Apraxie · mit einer Entwicklungsstörung der Sprache: · expressiv · rezeptiv · Hörverlust · Intelligenzminderung |
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| F80.1 | Expressive Sprachstörung | |||||||
| Eine umschriebene Entwicklungsstörung, bei der die Fähigkeit des Kindes, die expressiv gesprochene Sprache zu gebrauchen, deutlich unterhalb des seinem Intelligenzalter angemessenen Niveaus liegt, das Sprachverständnis liegt jedoch im Normbereich. Störungen der Artikulation können vorkommen. | ||||||||
| Entwicklungsbedingte Dysphasie oder Aphasie,
expressiver Typ |
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| Exkl.: | Dysphasie und Aphasie o.n.A. Elektiver Mutismus Entwicklungsbedingte Dysphasie oder Aphasie, rezeptiver Typ Erworbene Aphasie mit Epilepsie [Landau-Kleffner-Syndrom] Intelligenzminderung Tiefgreifende Entwicklungsstörungen |
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| F80.2 | Rezeptive Sprachstörung | |||||||
| Eine umschriebene Entwicklungsstörung, bei der das Sprachverständnis des Kindes unterhalb des seinem Intelligenzalter angemessenen Niveaus liegt. In praktisch allen Fällen ist auch die expressive Sprache deutlich beeinflußt, Störungen in der Wort-Laut-Produktion sind häufig. | ||||||||
| Angeborene fehlende akustische Wahrnehmung Entwicklungsbedingt: · Dysphasie oder Aphasie, rezeptiver Typ · Wernicke-Aphasie Worttaubheit |
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| Exkl.: | Autismus Dysphasie und Aphasie: · expressiver Typ · o.n.A. Elektiver Mutismus Erworbene Aphasie mit Epilepsie [Landau-Kleffner-Syndrom] Intelligenzminderung Sprachentwicklungsverzögerung infolge von Schwerhörigkeit oder Taubheit |
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| F80.3 | Erworbene Aphasie mit Epilepsie [Landau-Kleffner-Syndrom] | |||||||
| Eine Störung, bei der ein Kind, welches vorher normale Fortschritte in der Sprachentwicklung gemacht hatte, sowohl rezeptive als auch expressive Sprachfertigkeiten verliert, die allgemeine Intelligenz aber erhalten bleibt. Der Beginn der Störung wird von paroxysmalen Auffälligkeiten im EEG begleitet und in der Mehrzahl der Fälle auch von epileptischen Anfällen. Typischerweise liegt der Beginn im Alter von 3-7 Jahren mit einem Verlust der Sprachfertigkeiten innerhalb von Tagen oder Wochen. Der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Beginn der Krampfanfälle und dem Verlust der Sprache ist variabel, wobei das eine oder das andere um ein paar Monate bis zu zwei Jahren vorausgehen kann. Als möglicher Grund für diese Störung ist ein entzündlicher enzephalitischer Prozeß zu vermuten. Etwa zwei Drittel der Patienten behalten einen mehr oder weniger rezeptiven Sprachdefekt. | ||||||||
| Exkl.: | Aphasie bei anderen desintegrativen Störungen
des Kindesalters Aphasie bei Autismus Aphasie o.n.A. |
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| F80.8 | Sonstige Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache | |||||||
| Lispeln |
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| F80.9 | Entwicklungsstörung des Sprechens oder der Sprache, nicht näher bezeichnet | |||||||
| Sprachstörung o.n.A. |
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| F81.- | Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten | |||||||
| Es handelt sich um Störungen,
bei denen die normalen Muster des Fertigkeitserwerbs von frühen Entwicklungstadien an
gestört sind. Dies ist nicht einfach Folge eines Mangels an Gelegenheit zu lernen; es ist
auch nicht allein als Folge einer Intelligenzminderung oder irgendeiner erworbenen
Hirnschädigung oder -krankheit aufzufassen. |
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| F81.0 | Lese- und Rechtschreibstörung | |||||||
| Das Hauptmerkmal ist eine umschriebene und bedeutsame Beeinträchtigung in der Entwicklung der Lesefertigkeiten, die nicht allein durch das Entwicklungsalter, Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Leseverständnis, die Fähigkeit, gelesene Worte wiederzuerkennen, vorzulesen und Leistungen, für welche Lesefähigkeit nötig ist, können sämtlich betroffen sein. Bei umschriebenen Lesestörungen sind Rechtschreibstörungen häufig und persistieren oft bis in die Adoleszenz, auch wenn einige Fortschritte im Lesen gemacht werden. Umschriebene Entwicklungsstörungen des Lesens gehen Entwicklungsstörungen des Sprechens oder der Sprache voraus. Während der Schulzeit sind begleitende Störungen im emotionalen und Verhaltensbereich häufig. | ||||||||
| Entwicklungsdyslexie Umschriebene Lesestörung "Leserückstand" |
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| Exkl.: | Alexie o.n.A. Dyslexie o.n.A. Leseverzögerung infolge emotionaler Störung |
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| F81.1 | Isolierte Rechtschreibstörung | |||||||
| Es handelt sich um eine Störung, deren Hauptmerkmal in einer umschriebenen und bedeutsamen Beeinträchtigung der Entwicklung von Rechtschreibfertigkeiten besteht, ohne Vorgeschichte einer Lesestörung. Sie ist nicht allein durch ein zu niedriges Intelligenzalter, durch Visusprobleme oder unangemessene Beschulung erklärbar. Die Fähigkeiten, mündlich zu buchstabieren und Wörter korrekt zu schreiben, sind beide betroffen. | ||||||||
| Umschriebene Verzögerung der
Rechtschreibfähigkeit (ohne Lesestörung) |
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| Exkl.: | Agraphie o.n.A. Rechtschreibschwierigkeiten: · durch inadäquaten Unterricht · mit Lesestörung |
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| F81.2 | Rechenstörung | |||||||
| Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt werden. | ||||||||
| Entwicklungsbedingtes Gerstmann-Syndrom Entwicklungsstörung des Rechnens Entwicklungs-Akalkulie |
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| Exkl.: | Akalkulie o.n.A. Kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten Rechenschwierigkeiten, hauptsächlich durch inadäquaten Unterricht |
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| F81.3 | Kombinierte Störungen schulischer Fertigkeiten | |||||||
| Dies ist eine schlecht definierte Restkategorie für Störungen mit deutlicher Beeinträchtigung der Rechen-, der Lese- und der Rechtschreibfähigkeiten. Die Störung ist jedoch nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar. Sie soll für Störungen verwendet werden, die die Kriterien für F81.2 und F81.0 oder F81.1 erfüllen. | ||||||||
| Exkl.: | Isolierte Rechtschreibstörung Lese- und Rechtschreibstörung Rechenstörung |
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| F81.8 | Sonstige Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten | |||||||
| Entwicklungsbedingte expressive Schreibstörung |
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| F81.9 | Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten, nicht näher bezeichnet | |||||||
| Lernbehinderung o.n.A. Lernstörung o.n.A. Störung des Wissenserwerbs o.n.A. |
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| F82 | Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen | |||||||
| Hauptmerkmal ist eine schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung der motorischen Koordination, die nicht allein durch eine Intelligenzminderung oder eine spezifische angeborene oder erworbene neurologische Störung erklärbar ist. In den meisten Fällen zeigt eine sorgfältige klinische Untersuchung dennoch deutliche entwicklungsneurologische Unreifezeichen wie choreoforme Bewegungen freigehaltener Glieder oder Spiegelbewegungen und andere begleitende motorische Merkmale, ebenso wie Zeichen einer mangelhaften fein- oder grobmotorischen Koordination. | ||||||||
| Entwicklungsbedingte Koordinationsstörung Entwicklungsdyspraxie Syndrom des ungeschickten Kindes |
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| Exkl.: | Koordinationsstörungen infolge einer
Intelligenzminderung Koordinationsverlust Störungen des Ganges und der Mobilität |
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| F83 | Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen | |||||||
| Dies ist eine Restkategorie für Störungen, bei denen eine gewisse Mischung von umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache, schulischer Fertigkeiten und motorischer Funktionen vorliegt, von denen jedoch keine so dominiert, daß sie eine Hauptdiagnose rechtfertigt. Diese Mischkategorie soll nur dann verwendet werden, wenn weitgehende Überschneidungen mit allen diesen umschriebenen Entwicklungsstörungen vorliegen. Meist sind die Störungen mit einem gewissen Grad an allgemeiner Beeinträchtigung kognitiver Funktionen verbunden. Sie ist also dann zu verwenden, wenn Funktionsstörungen vorliegen, welche die Kriterien von zwei oder mehr Kategorien von F80.-, F81.- und F82 erfüllen. | ||||||||
| F84.- | Tiefgreifende Entwicklungsstörungen | |||||||
| Diese Gruppe von Störungen ist gekennzeichnet durch qualitative Abweichungen in den wechselseitigen sozialen Interaktionen und Kommunikationsmustern und durch ein eingeschränktes, stereotypes, sich wiederholendes Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Diese qualitativen Auffälligkeiten sind in allen Situationen ein grundlegendes Funktionsmerkmal des betroffenen Kindes. | ||||||||
| Sollen alle begleitenden somatischen
Zustandsbilder und Intelligenzminderung angegeben werden, sind zusätzliche
Schlüsselnummern zu benutzen. Im Krankenhaus sollte diese Information immer verschlüsselt
werden, wenn sie vorliegt. |
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| F84.0 | Frühkindlicher Autismus | |||||||
| Diese Form der tiefgreifenden Entwicklungsstörung ist durch eine abnorme oder beeinträchtigte Entwicklung definiert, die sich vor dem dritten Lebensjahr manifestiert. Sie ist außerdem gekennzeichnet durch ein charakteristisches Muster abnormer Funktionen in den folgenden psychopathologischen Bereichen: in der sozialen Interaktion, der Kommunikation und im eingeschränkten stereotyp repetitiven Verhalten. Neben diesen spezifischen diagnostischen Merkmalen zeigt sich häufig eine Vielzahl unspezifischer Probleme, wie Phobien, Schlaf- und Eßstörungen, Wutausbrüche und (autodestruktive) Aggression. | ||||||||
| Autistische Störung Frühkindliche Psychose Infantiler Autismus Kanner-Syndrom |
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| Exkl.: | Autistische Psychopathie |
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| F84.1 | Atypischer Autismus | |||||||
| Diese Form der tiefgreifenden Entwicklungsstörung unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus entweder durch das Alter bei Krankheitsbeginn oder dadurch, daß die diagnostischen Kriterien nicht in allen genannten Bereichen erfüllt werden. Diese Subkategorie sollte immer dann verwendet werden, wenn die abnorme oder beeinträchtigte Entwicklung erst nach dem dritten Lebensjahr manifest wird und wenn nicht in allen für die Diagnose Autismus geforderten psychopathologischen Bereichen (nämlich wechselseitige soziale Interaktionen, Kommunikation und eingeschränktes, stereotyp repetitives Verhalten) Auffälligkeiten nachweisbar sind, auch wenn charakteristische Abweichungen auf anderen Gebieten vorliegen. Atypischer Autismus tritt sehr häufig bei schwer retardierten bzw. unter einer schweren rezeptiven Störung der Sprachentwicklung leidenden Patienten auf. | ||||||||
| Atypische kindliche Psychose Intelligenzminderung mit autistischen Zügen |
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| Soll eine Intelligenzminderung angegeben werden,
ist eine zusätzliche Schlüsselnummer (F70-F79) zu benutzen. Im Krankenhaus sollte diese
Information immer verschlüsselt werden, wenn sie vorliegt. |
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| F84.2 | Rett-Syndrom | |||||||
| Dieses Zustandsbild wurde bisher
nur bei Mädchen beschrieben; nach einer scheinbar normalen frühen Entwicklung erfolgt ein
teilweiser oder vollständiger Verlust der Sprache, der lokomotorischen Fähigkeiten und der
Gebrauchsfähigkeiten der Hände gemeinsam mit einer Verlangsamung des Kopfwachstums. Der
Beginn dieser Störung liegt zwischen dem 7. und 24. Lebensmonat. Der Verlust
zielgerichteter Handbewegungen, Stereotypien in Form von Drehbewegungen der Hände und
Hyperventilation sind charakteristisch. Sozial- und Spielentwicklung sind gehemmt, das
soziale Interesse bleibt jedoch erhalten. Im 4. Lebensjahr beginnt sich eine Rumpfataxie
und Apraxie zu entwickeln, choreo-athetoide Bewegungen folgen häufig. Es resultiert fast
immer eine schwere Intelligenzminderung. |
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| F84.3 | Andere desintegrative Störung des Kindesalters | |||||||
| Diese Form einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung ist - anders als das Rett-Syndrom - durch eine Periode einer zweifellos normalen Entwicklung vor dem Beginn der Krankheit definiert. Es folgt ein Verlust vorher erworbener Fertigkeiten verschiedener Entwicklungsbereiche innerhalb weniger Monate. Typischerweise wird die Störung von einem allgemeinen Interessenverlust an der Umwelt, von stereotypen, sich wiederholenden motorischen Manierismen und einer autismusähnlichen Störung sozialer Interaktionen und der Kommunikation begleitet. In einigen Fällen kann die Störung einer begleitenden Enzephalopathie zugeschrieben werden, die Diagnose ist jedoch anhand der Verhaltensmerkmale zu stellen. | ||||||||
| Dementia infantilis Desintegrative Psychose Heller-Syndrom Symbiotische Psychose |
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| Soll eine begleitende neurologische Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen. Im Krankenhaus sollte diese Information immer verschlüsselt werden, wenn sie vorliegt. | ||||||||
| Exkl.: | Rett-Syndrom |
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| F84.4 | Überaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegungsstereotypien | |||||||
| Dies ist eine schlecht
definierte Störung von unsicherer nosologischer Validität. Diese Kategorie wurde für eine
Gruppe von Kindern mit schwerer Intelligenzminderung (IQ unter 34) eingeführt, mit
erheblicher Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen und stereotypen Verhaltensweisen. Sie
haben meist keinen Nutzen von Stimulanzien (anders als Kinder mit einem IQ im Normbereich)
und können auf eine Verabreichung von Stimulanzien eine schwere dysphorische Reaktion -
manchmal mit psychomotorischer Entwicklungsverzögerung - zeigen. In der Adoleszenz kann
sich die Hyperaktivität in eine verminderte Aktivität wandeln, ein Muster, das bei
hyperkinetischen Kindern mit normaler Intelligenz nicht üblich ist. Das Syndrom wird
häufig von einer Vielzahl von umschriebenen oder globalen Entwicklungsverzögerungen
begleitet. Es ist nicht bekannt, in welchem Umfang das Verhaltensmuster dem niedrigen IQ
oder einer organischen Hirnschädigung zuzuschreiben ist. |
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| F84.5 | Asperger-Syndrom | |||||||
| Diese Störung von unsicherer nosologischer Validität ist durch dieselbe Form qualitativer Abweichungen der wechselseitigen sozialen Interaktionen, wie für den Autismus typisch, charakterisiert, zusammen mit einem eingeschränkten, stereotypen, sich wiederholenden Repertoire von Interessen und Aktivitäten. Die Störung unterscheidet sich vom Autismus in erster Linie durch fehlende allgemeine Entwicklungsverzögerung bzw. den fehlenden Entwicklungsrückstand der Sprache und der kognitiven Entwicklung. Die Störung geht häufig mit einer auffallenden Ungeschicklichkeit einher. Die Abweichungen tendieren stark dazu, bis in die Adoleszenz und das Erwachsenenalter zu persistieren. Gelegentlich treten psychotische Episoden im frühen Erwachsenenleben auf. | ||||||||
| Autistische Psychopathie Schizoide Störung des Kindesalters |
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| F84.8 | Sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörungen |
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| F84.9 | Tiefgreifende Entwicklungsstörung, nicht näher bezeichnet | |||||||
| F88 | Andere Entwicklungsstörungen | |||||||
| Entwicklungsbedingte Agnosie |
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| F89 | Nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörung | |||||||
| Entwicklungsstörung o.n.A. |
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© 1992-2000 World Health Organization (WHO) / DIMDI.
Die Erstellung erfolgte unter Verwendung der Datenträger der amtlichen ICD-10-Fassung des
Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Veröffentlicht
durch die Weltgesundheitsorganisation unter dem Titel "International Statistical
Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Volumes 1-3". Für
Schäden, die durch Fehler bei der Herstellung bzw. Bearbeitung der amtlichen
deutschsprachigen Fassung der ICD10, des ICD-10-Diagnosenthesaurus, der
ICD-Überleitungstabelle haftet das DIMDI nur, soweit ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
zur Last fällt. Es wird nur der Ersatz des unmittelbaren Schadens geschuldet.
Für PSYCHOTHERAPIE gilt der in den Nutzungsbedingungen beschriebene Haftungsausschluss.
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.12.2001.