World Health Organization - WHO
Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - DIMDIICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten
10. Revision
Kapitel V
Psychische und Verhaltensstörungen
( F00-F99 )
Affektive Störungen
( F30-F39 )
| Diese Gruppe enthält Störungen deren Hauptsymptome in
einer Veränderung der Stimmung oder der Affektivität entweder zur Depression - mit oder ohne
begleitender Angst - oder zur gehobenen Stimmung bestehen. Dieser Stimmungswechsel wird meist von
einer Veränderung des allgemeinen Aktivitätsniveaus begleitet. Die meisten anderen Symptome
beruhen hierauf oder sind im Zusammenhang mit dem Stimmungs- und Aktivitätswechsel leicht zu
verstehen. Die meisten dieser Störungen neigen zu Rückfällen. Der Beginn der einzelnen Episoden
ist oft mit belastenden Ereignissen oder Situationen in Zusammenhang zu bringen. |
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| F30.- |
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Manische Episode |
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Alle Untergruppen dieser Kategorie
dürfen nur für eine einzelne Episode verwendet werden. Hypomanische oder manische Episoden bei
Betroffenen, die früher eine oder mehrere affektive (depressive, hypomanische, manische oder
gemischte) Episoden hatten, sind unter bipolarer affektiver Störung (F31.-) zu klassifizieren. |
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Inkl.: |
Bipolare Störung, einzelne manische Episode
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| F30.0 |
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Hypomanie |
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Eine Störung, charakterisiert durch eine
anhaltende, leicht gehobene Stimmung, gesteigerten Antrieb und Aktivität und in der Regel auch ein
auffallendes Gefühl von Wohlbefinden und körperlicher und seelischer Leistungsfähigkeit.
Gesteigerte Geselligkeit, Gesprächigkeit, übermäßige Vertraulichkeit, gesteigerte Libido und
vermindertes Schlafbedürfnis sind häufig vorhanden, aber nicht in dem Ausmaß, daß sie zu einem
Abbruch der Berufstätigkeit oder zu sozialer Ablehnung führen. Reizbarkeit, Selbstüberschätzung
und flegelhaftes Verhalten können an die Stelle der häufigen euphorischen Geselligkeit treten. Die
Störungen der Stimmung und des Verhaltens werden nicht von Halluzinationen oder Wahn begleitet.
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| F30.1 |
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Manie ohne psychotische Symptome |
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Die Stimmung ist situationsinadäquat
gehoben und kann zwischen sorgloser Heiterkeit und fast unkontrollierbarer Erregung schwanken. Die
gehobene Stimmung ist mit vermehrtem Antrieb verbunden, dies führt zu Überaktivität, Rededrang und
vermindertem Schlafbedürfnis. Die Aufmerksamkeit kann nicht mehr aufrechterhalten werden, es kommt
oft zu starker Ablenkbarkeit. Die Selbsteinschätzung ist mit Größenideen oder übertriebenem
Optimismus häufig weit überhöht. Der Verlust normaler sozialer Hemmungen kann zu einem
leichtsinnigen, rücksichtslosen oder in Bezug auf die Umstände unpassenden und
persönlichkeitsfremden Verhalten führen.
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| F30.2 |
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Manie mit psychotischen Symptomen |
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Zusätzlich zu dem unter F30.1
beschriebenen klinischen Bild treten Wahn (zumeist Größenwahn) oder Halluzinationen (zumeist
Stimmen, die unmittelbar zum Betroffenen sprechen) auf. Die Erregung, die ausgeprägte körperliche
Aktivität und die Ideenflucht können so extrem sein, daß der Betroffene für eine normale
Kommunikation unzugänglich wird. |
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Manie mit parathymen psychotischen Symptomen
Manie mit synthymen psychotischen Symptomen Manischer Stupor
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| F30.8 |
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Sonstige manische Episoden
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| F30.9 |
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Manische Episode, nicht näher bezeichnet |
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Manie o.n.A.
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| F31.- |
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Bipolare affektive Störung |
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Hierbei handelt es sich um eine Störung,
die durch wenigstens zwei Episoden charakterisiert ist, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau des
Betroffenen deutlich gestört sind. Diese Störung besteht einmal in gehobener Stimmung, vermehrtem
Antrieb und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und
vermindertem Antrieb und Aktivität (Depression). Wiederholte hypomanische oder manische Episoden
sind ebenfalls als bipolar zu klassifizieren. |
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Inkl.: |
Manisch-depressiv:
· Krankheit
· Psychose
· Reaktion
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Exkl.: |
Bipolare affektive Störung, einzelne manische Episode
( F30.- )
Zyklothymia ( F34.0 )
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| F31.0 |
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Bipolare affektive Störung, gegenwärtig hypomanische Episode |
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Der betroffene Patient ist gegenwärtig
hypomanisch (siehe F30.0) und hatte wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch,
manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.
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| F31.1 |
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Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische
Episode ohne psychotische Symptome |
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Der betroffene Patient ist gegenwärtig
manisch, ohne psychotische Symptome (siehe F30.1) und hatte wenigstens eine weitere affektive
Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.
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| F31.2 |
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Bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische
Episode mit psychotischen Symptomen |
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Der betroffene Patient ist gegenwärtig
manisch, mit psychotischen Symptomen (F30.2) und hatte wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch,
manisch, depressiv oder gemischt) in der Anamnese.
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| F31.3 |
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Bipolare affektive Störung, gegenwärtig leichte
oder mittelgradige depressive Episode |
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Der betroffene Patient ist gegenwärtig
depressiv, wie bei einer leichten oder mittelgradigen depressiven Episode (siehe F32.0 oder F32.1)
und hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte Episode
in der Anamnese.
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| F31.4 |
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Bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere
depressive Episode ohne psychotische Symptome |
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Der betroffene Patient ist gegenwärtig
depressiv, wie bei einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (siehe F32.2) und
hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte Episode in
der Anamnese.
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| F31.5 |
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Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig schwere
depressive Episode mit psychotischen Symptomen |
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|
Der betroffene Patient ist gegenwärtig
depressiv, wie bei einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (siehe F32.3)
und hatte wenigstens eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte Episode
in der Anamnese.
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| F31.6 |
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Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig gemischte Episode |
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Der betroffene Patient hatte wenigstens
eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische, depressive oder gemischte affektive Episode
in der Anamnese und zeigt gegenwärtig entweder eine Kombination oder einen raschen Wechsel von
manischen und depressiven Symptomen. |
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Exkl.: |
Einzelne gemischte affektive Episode (
F38.0 )
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| F31.7 |
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Bipolare affektive Psychose, gegenwärtig remittiert |
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Der betroffene Patient hatte wenigstens
eine eindeutig diagnostizierte hypomanische, manische oder gemischte affektive Episode und
wenigstens eine weitere affektive Episode (hypomanisch, manisch, depressiv oder gemischt) in der
Anamnese; in den letzten Monaten und gegenwärtig besteht keine deutliche Störung der Stimmung.
Auch Remissionen während einer prophylaktischen Behandlung sollen hier kodiert werden.
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| F31.8 |
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Sonstige bipolare affektive Störungen |
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Bipolar-II-Störung
Rezidivierende manische Episoden o.n.A.
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| F31.9 |
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Bipolare affektive Störung, nicht näher bezeichnet |
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| F32.- |
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Depressive Episode |
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Bei den typischen leichten (F32.0),
mittelgradigen (F32.1) oder schweren (F32.2 und F32.3) Episoden, leidet der betroffene Patient
unter einer gedrückten Stimmung und einer Verminderung von Antrieb und Aktivität. Die Fähigkeit zu
Freude, das Interesse und die Konzentration sind vermindert. Ausgeprägte Müdigkeit kann nach jeder
kleinsten Anstrengung auftreten. Der Schlaf ist meist gestört, der Appetit vermindert.
Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind fast immer beeinträchtigt. Sogar bei der leichten Form
kommen Schuldgefühle oder Gedanken über eigene Wertlosigkeit vor. Die gedrückte Stimmung verändert
sich von Tag zu Tag wenig, reagiert nicht auf Lebensumstände und kann von sogenannten
"somatischen" Symptomen begleitet werden, wie Interessenverlust oder Verlust der Freude,
Früherwachen, Morgentief, deutliche psychomotorische Hemmung, Agitiertheit, Appetitverlust,
Gewichtsverlust und Libidoverlust. Abhängig von Anzahl und Schwere der Symptome ist eine
depressive Episode als leicht, mittelgradig oder schwer zu bezeichnen. |
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Inkl.: |
Einzelne Episoden von:
· depressiver Reaktion
· psychogener Depression
· reaktiver Depression (F32.0, F32.1, F32.2)
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Exkl.: |
Anpassungsstörungen (
F43.2 )
depressive Episode in Verbindung mit Störungen des Sozialverhaltens (
F91.- , F92.0 )
rezidivierende depressive Störung ( F33.- )
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| F32.0 |
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Leichte depressive Episode |
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Gewöhnlich sind mindestens zwei oder
drei der oben angegebenen Symptome vorhanden. Der betroffene Patient ist im allgemeinen davon
beeinträchtigt, aber oft in der Lage, die meisten Aktivitäten fortzusetzen.
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| F32.1 |
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Mittelgradige depressive Episode |
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Gewöhnlich sind vier oder mehr der oben
angegebenen Symptome vorhanden, und der betroffene Patient hat meist große Schwierigkeiten,
alltägliche Aktivitäten fortzusetzen.
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| F32.2 |
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Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome |
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Eine depressive Episode mit mehreren
oben angegebenen, quälenden Symptomen. Typischerweise bestehen ein Verlust des Selbstwertgefühls
und Gefühle von Wertlosigkeit und Schuld. Suizidgedanken und -handlungen sind häufig, und meist
liegen einige somatische Symptome vor. |
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Einzelne Episode einer agitierten Depression
Einzelne Episode einer majoren Depression [major depression] ohne psychotische Symptome
Einzelne Episode einer vitalen Depression ohne psychotische Symptome
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| F32.3 |
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Schwere depressive Episode mit psychotischen
Symptomen |
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Eine schwere depressive Episode, wie
unter F32.2 beschrieben, bei der aber Halluzinationen, Wahnideen, psychomotorische Hemmung oder
ein Stupor so schwer ausgeprägt sind, daß alltägliche soziale Aktivitäten unmöglich sind und
Lebensgefahr durch Suizid und mangelhafte Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme bestehen kann.
Halluzinationen und Wahn können, müssen aber nicht, synthym sein. |
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Einzelne Episoden:
· majore Depression [major depression] mit psychotischen Symptomen
· psychogene depressive Psychose
· psychotische Depression
· reaktive depressive Psychose
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| F32.8 |
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Sonstige depressive Episoden |
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Atypische Depression
Einzelne Episoden der "larvierten" Depression o.n.A.
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| F32.9 |
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Depressive Episode, nicht näher bezeichnet |
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Depression o.n.A.
Depressive Störung o.n.A.
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| F33.- |
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Rezidivierende depressive Störung |
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Hierbei handelt es sich um eine Störung,
die durch wiederholte depressive Episoden (F32.-) charakterisiert ist. In der Anamnese finden sich
dabei keine unabhängigen Episoden mit gehobener Stimmung und vermehrtem Antrieb (Manie). Kurze
Episoden von leicht gehobener Stimmung und Überaktivität (Hypomanie) können allerdings unmittelbar
nach einer depressiven Episode, manchmal durch eine antidepressive Behandlung mitbedingt,
aufgetreten sein. Die schwereren Formen der rezidivierenden depressiven Störung (F33.2 und .3)
haben viel mit den früheren Konzepten der manisch-depressiven Krankheit, der Melancholie, der
vitalen Depression und der endogenen Depression gemeinsam. Die erste Episode kann in jedem Alter
zwischen Kindheit und Senium auftreten, der Beginn kann akut oder schleichend sein, die Dauer
reicht von wenigen Wochen bis zu vielen Monaten. Das Risiko, daß ein Patient mit rezidivierender
depressiver Störung eine manische Episode entwickelt, wird niemals vollständig aufgehoben,
gleichgültig, wie viele depressive Episoden aufgetreten sind. Bei Auftreten einer manischen
Episode ist die Diagnose in bipolare affektive Störung zu ändern (F31.-). |
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Inkl.: |
Rezidivierende Episoden (F33.0 oder F33.1):
· depressive Reaktion
· psychogene Depression
· reaktive Depression
Saisonale depressive Störung
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Exkl.: |
Rezidivierende kurze depressive Episoden (
F38.1 )
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| F33.0 |
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Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode |
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Eine Störung, die durch wiederholte
depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode leicht ist (siehe F32.0),
ohne Manie in der Anamnese.
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| F33.1 |
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Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode |
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Eine Störung, die durch wiederholte
depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode mittelgradig ist (siehe
F32.1), ohne Manie in der Anamnese.
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| F33.2 |
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Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwere Episode ohne psychotische Symptome |
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Eine Störung, die durch wiederholte
depressive Episoden gekennzeichnet ist, wobei die gegenwärtige Episode schwer ist, ohne
psychotische Symptome (siehe F32.2) und ohne Manie in der Anamnese. |
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Endogene Depression ohne psychotische Symptome
Manisch-depressive Psychose, depressive Form, ohne psychotische Symptome
Rezidivierende majore Depression [major depression], ohne psychotische Symptome
Rezidivierende vitale Depression, ohne psychotische Symptome
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| F33.3 |
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Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwere Episode mit psychotischen Symptomen |
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Eine Störung, die durch wiederholte
depressive Episoden gekennzeichnet ist; die gegenwärtige Episode ist schwer, mit psychotischen
Symptomen (siehe F32.3), ohne vorhergehende manische Episoden. |
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Endogene Depression mit psychotischen Symptomen
Manisch-depressive Psychose, depressive Form, mit psychotischen Symptomen
Rezidivierende schwere Episoden:
· majore Depression [major depression] mit psychotischen Symptomen
· psychogene depressive Psychose
· psychotische Depression
· reaktive depressive Psychose
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| F33.4 |
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Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert |
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Die Kriterien für eine der oben
beschriebenen Störungen F33.0-F33.3 sind in der Anamnese erfüllt, aber in den letzten Monaten
bestehen keine depressiven Symptome.
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| F33.8 |
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Sonstige rezidivierende depressive Störungen
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| F33.9 |
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Rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet |
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Monopolare Depression o.n.A.
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| F34.- |
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Anhaltende affektive Störungen |
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Hierbei handelt es sich um anhaltende
und meist fluktuierende Stimmungsstörungen, bei denen die Mehrzahl der einzelnen Episoden nicht
ausreichend schwer genug sind, um als hypomanische oder auch nur leichte depressive Episoden
gelten zu können. Da sie jahrelang, manchmal den größeren Teil des Erwachsenenlebens, andauern,
ziehen sie beträchtliches subjektives Leiden und Beeinträchtigungen nach sich. Gelegentlich können
rezidivierende oder einzelne manische oder depressive Episoden eine anhaltende affektive Störung
überlagern.
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| F34.0 |
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Zyklothymia |
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Hierbei handelt es sich um eine
andauernde Instabilität der Stimmung mit zahlreichen Perioden von Depression und leicht gehobener
Stimmung (Hypomanie), von denen aber keine ausreichend schwer und anhaltend genug ist, um die
Kriterien für eine bipolare affektive Störung (F31.-) oder rezidivierende depressive Störung
(F33.-) zu erfüllen. Diese Störung kommt häufig bei Verwandten von Patienten mit bipolarer
affektiver Störung vor. Einige Patienten mit Zyklothymia entwickeln schließlich selbst eine
bipolare affektive Störung. |
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Affektive Persönlichkeit(sstörung)
Zykloide Persönlichkeit
Zyklothyme Persönlichkeit
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| F34.1 |
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Dysthymia |
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Hierbei handelt es sich um eine
chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch
hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren,
mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen. |
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Anhaltende ängstliche Depression
Depressiv:
· Neurose
· Persönlichkeit(sstörung)
Neurotische Depression
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Exkl.: |
Ängstliche Depression (leicht, aber nicht anhaltend) (
F41.2 )
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| F34.8 |
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Sonstige anhaltende affektive Störungen
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| F34.9 |
|
Anhaltende affektive Störung, nicht näher bezeichnet |
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| F38.- |
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Andere affektive Störungen |
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Hierbei handelt es sich um eine
Restkategorie für Stimmungsstörungen, die die Kriterien der oben genannten Kategorien F30-F34 in
Bezug auf Ausprägung und Dauer nicht erfüllen.
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| F38.0 |
|
Andere einzelne affektive Störungen |
| |
|
Gemischte affektive Episode
|
| F38.1 |
|
Andere rezidivierende affektive Störungen |
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|
Rezidivierende kurze depressive Episoden
|
| F38.8 |
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Sonstige näher bezeichnete affektive Störungen |
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| F39 |
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Nicht näher bezeichnete affektive Störung |
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Affektive Psychose o.n.A.
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© 1992-2000 World Health Organization (WHO) / DIMDI.
Die Erstellung erfolgte unter Verwendung der Datenträger der amtlichen ICD-10-Fassung des
Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Veröffentlicht
durch die Weltgesundheitsorganisation unter dem Titel "International Statistical
Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Volumes 1-3". Für
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zur Last fällt. Es wird nur der Ersatz des unmittelbaren Schadens geschuldet.
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Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.12.2001.
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