World Health Organization - WHO
Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - DIMDIICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten
10. Revision
Kapitel V
Psychische und Verhaltensstörungen
( F00-F99 )
Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
( F00-F09 )
Dieser Abschnitt umfaßt eine Reihe psychischer
Krankheiten mit nachweisbarer Ätiologie in einer zerebralen Krankheit, einer
Hirnverletzung oder einer anderen Schädigung, die zu einer Hirnfunktionsstörung führt. Die
Funktionsstörung kann primär sein, wie bei Krankheiten, Verletzungen oder Störungen, die
das Gehirn direkt oder in besonderem Maße betreffen; oder sekundär wie bei systemischen
Krankheiten oder Störungen, die das Gehirn als eines von vielen anderen Organen oder
Körpersystemen betreffen.
Demenz ( F00-F03 ) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden
Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich
Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und
Urteilsvermögen. Das Bewußtsein ist nicht getrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen
werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder
der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt
bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern
vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.
Soll eine zugrundeliegende Krankheit angegeben
werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen. Im Krankenhaus sollte diese
Information immer verschlüsselt werden, wenn sie vorliegt. |
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| F00.-* |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit ( G30.-+ ) |
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Die Alzheimer-Krankheit ist eine
primär degenerative zerebrale Krankheit mit unbekannter Ätiologie und charakteristischen
neuropathologischen und neurochemischen Merkmalen. Sie beginnt meist schleichend und
entwickelt sich langsam aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren.
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| F00.0* |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit
frühem Beginn (Typ 2) ( G30.0+ ) |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit
mit Beginn vor dem 65. Lebensjahr. Der Verlauf weist eine vergleichsweise rasche
Verschlechterung auf, es bestehen deutliche und vielfältige Störungen der höheren
kortikalen Funktionen. |
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Alzheimer-Krankheit, Typ 2
Präsenile Demenz vom Alzheimer-Typ
Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, präseniler Beginn
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| F00.1* |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit
spätem Beginn (Typ 1) ( G30.1+ ) |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit
mit Beginn nach dem 65. Lebensjahr, meist in den späten 70er Jahren oder danach, mit
langsamer Progredienz und mit Gedächtnisstörungen als Hauptmerkmal. |
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Alzheimer-Krankheit, Typ 1
Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, seniler Beginn
Senile Demenz vom Alzheimer-Typ (SDAT)
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| F00.2* |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit,
atypische oder gemischte Form ( G30.8+ ) |
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Atypische Demenz vom Alzheimer-Typ
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| F00.9* |
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Demenz bei Alzheimer-Krankheit, nicht
näher bezeichnet ( G30.9+ ) |
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| F01.- |
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Vaskuläre Demenz |
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Die vaskuläre Demenz ist das
Ergebnis einer Infarzierung des Gehirns als Folge einer vaskulären Krankheit,
einschließlich der zerebrovaskulären Hypertonie. Die Infarkte sind meist klein, kumulieren
aber in ihrer Wirkung. Der Beginn liegt gewöhnlich im späteren Lebensalter. |
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Inkl.: |
Arteriosklerotische Demenz
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| F01.0 |
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Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn |
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Diese entwickelt sich meist sehr
schnell nach einer Reihe von Schlaganfällen als Folge von zerebrovaskulärer Thrombose,
Embolie oder Blutung. In seltenen Fällen kann eine einzige massive Infarzierung die
Ursache sein.
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| F01.1 |
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Multiinfarkt-Demenz |
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Sie beginnt allmählich, nach
mehreren vorübergehenden ischämischen Episoden (TIA), die eine Anhäufung von Infarkten im
Hirngewebe verursachen. |
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Vorwiegend kortikale Demenz
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| F01.2 |
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Subkortikale vaskuläre Demenz |
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Hierzu zählen Fälle mit
Hypertonie in der Anamnese und ischämischen Herden im Marklager der Hemisphären. Im
Gegensatz zur Demenz bei Alzheimer-Krankheit, an die das klinische Bild erinnert, ist die
Hirnrinde gewöhnlich intakt.
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| F01.3 |
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Gemischte kortikale und subkortikale
vaskuläre Demenz
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| F01.8 |
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Sonstige vaskuläre Demenz
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| F01.9 |
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Vaskuläre Demenz, nicht näher bezeichnet |
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| F02.-* |
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Demenz bei anderenorts klassifizierten
Krankheiten |
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Formen der Demenz, bei denen
eine andere Ursache als die Alzheimer-Krankheit oder eine zerebrovaskuläre Krankheit
vorliegt oder vermutet wird. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, selten jedoch im
höheren Alter.
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| F02.0* |
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Demenz bei Pick-Krankheit ( G31.0+ ) |
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Eine progrediente Demenz mit
Beginn im mittleren Lebensalter, charakterisiert durch frühe, langsam fortschreitende
Persönlichkeitsänderung und Verlust sozialer Fähigkeiten. Die Krankheit ist gefolgt von
Beeinträchtigungen von Intellekt, Gedächtnis und Sprachfunktionen mit Apathie, Euphorie
und gelegentlich auch extrapyramidalen Phänomenen.
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| F02.1* |
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Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
( A81.0+ ) |
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Eine progrediente Demenz mit
vielfältigen neurologischen Symptomen als Folge spezifischer neuropathologischer
Veränderungen, die vermutlich durch ein übertragbares Agens verursacht werden. Beginn
gewöhnlich im mittleren oder höheren Lebensalter, Auftreten jedoch in jedem
Erwachsenenalter möglich. Der Verlauf ist subakut und führt innerhalb von ein bis zwei
Jahren zum Tode.
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| F02.2* |
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Demenz bei Chorea Huntington
( G10+ ) |
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Eine Demenz, die im Rahmen einer
ausgeprägten Hirndegeneration auftritt. Die Störung ist autosomal dominant erblich. Die
Symptomatik beginnt typischerweise im dritten und vierten Lebensjahrzehnt. Bei langsamer
Progredienz führt die Krankheit meist innerhalb von 10 - 15 Jahren zum Tode. |
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Demenz bei Huntington-Krankheit
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| F02.3* |
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Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom
( G20+ ) |
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Eine Demenz, die sich im Verlauf
einer Parkinson-Krankheit entwickelt. Bisher konnten allerdings noch keine
charakteristischen klinischen Merkmale beschrieben werden. |
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Demenz bei:
· Paralysis agitans
· Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit
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| F02.4* |
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Demenz bei HIV-Krankheit [Humane
Immundefizienz-Viruskrankheit] ( B22.0+ ) |
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Eine Demenz, die sich im Verlauf
einer HIV-Krankheit entwickelt, ohne gleichzeitige andere Krankheit oder Störung, die das
klinische Bild erklären könnte.
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| F02.8* |
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Demenz bei anderenorts klassifizierten
Krankheitsbildern |
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Demenz bei:
· Epilepsie ( G40.-+ )
· hepatolentikulärer Degeneration [M. Wilson] ( E83.0+ )
· Hyperkalziämie ( E83.5+ )
· Hypothyreose, erworben ( E01+ , E03.-+ )
· Intoxikationen ( T36-T65+ )
· Multipler Sklerose ( G35+ )
· Neurosyphilis ( A52.1+ )
· Niazin-Mangel [Pellagra] ( E52+ )
· Panarteriitis nodosa ( M30.0+ )
· systemischem Lupus erythematodes ( M32.-+ )
· Trypanosomiasis ( B56.-+ , B57.-+ )
· Vitamin-B 12 -Mangel ( E53.8+ )
· zerebraler Lipidstoffwechselstörung ( E75.-+ )
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| F03 |
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Nicht näher bezeichnete Demenz |
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Präsenil:
· Demenz o.n.A.
· Psychose o.n.A.
Primäre degenerative Demenz o.n.A.
Senil:
· Demenz:
· depressiver oder paranoider Typus
· o.n.A.
· Psychose o.n.A.
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Exkl.: |
Senile Demenz mit Delir oder akutem
Verwirrtheitszustand ( F05.1 )
Senilität o.n.A. ( R54 )
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| F04 |
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Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt |
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Ein Syndrom mit deutlichen
Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis.
Es finden sich eine eingeschränkte Fähigkeit, neues Material zu erlernen und zeitliche
Desorientierung. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein, aber Wahrnehmung und
andere kognitive Funktionen, einschließlich Intelligenz, sind gewöhnlich intakt. Die
Prognose ist abhängig vom Verlauf der zugrundeliegenden Läsion. |
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Korsakow-Psychose oder -Syndrom, nicht
alkoholbedingt
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Exkl.: |
Amnesie:
· anterograd ( R41.1 )
· dissoziativ ( F44.0 )
· retrograd ( R41.2 )
· o.n.A. ( R41.3 )
Korsakow-Syndrom:
· alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet ( F10.6
)
· durch andere psychotrope Substanzen bedingt ( F11-F19 , vierte Stelle .6)
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| F05.- |
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Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt |
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Ein ätiologisch unspezifisches
hirnorganisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen
des Bewußtseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses,
der Psychomotorik, der Emotionalität und des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Dauer ist sehr
unterschiedlich und der Schweregrad reicht von leicht bis zu sehr schwer. |
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Inkl.: |
Akut oder subakut:
· exogener Reaktionstyp
· hirnorganisches Syndrom
· psychoorganisches Syndrom
· Psychose bei Infektionskrankheit
· Verwirrtheitszustand (nicht alkoholbedingt)
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Exkl.: |
Delirium tremens, alkoholbedingt oder nicht
näher bezeichnet ( F10.4 )
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| F05.0 |
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Delir ohne Demenz |
| F05.1 |
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Delir bei Demenz |
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Diese Kodierung soll für
Krankheitsbilder verwendet werden, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen, sich aber im
Verlauf einer Demenz entwickeln (F00-F03).
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| F05.8 |
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Sonstige Formen des Delirs |
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Delir mit gemischter Ätiologie
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| F05.9 |
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Delir, nicht näher bezeichnet |
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| F06.- |
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Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit |
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Diese Kategorie umfaßt
verschiedene Krankheitsbilder, die ursächlich mit einer Hirnfunktionsstörung in
Zusammenhang stehen als Folge von primär zerebralen Krankheiten, systemischen Krankheiten,
die sekundär das Gehirn betreffen, exogenen toxischen Substanzen oder Hormonen, endokrinen
Störungen oder anderen körperlichen Krankheiten. |
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Exkl.: |
In Verbindung mit Demenz, wie unter F00-F03 beschrieben
Psychische Störung mit Delir ( F05.- )
Störungen durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen (
F10-F19 )
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| F06.0 |
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Organische Halluzinose |
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Eine Störung mit ständigen oder
immer wieder auftretenden, meist optischen oder akustischen Halluzinationen bei klarer
Bewußtseinslage. Sie können vom Patienten als Halluzinationen erkannt werden. Die
Halluzinationen können wahnhaft verarbeitet werden, Wahn dominiert aber nicht das
klinische Bild. Die Krankheitseinsicht kann erhalten bleiben. |
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Organisch bedingtes halluzinatorisches
Zustandsbild (nicht alkoholbedingt)
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Exkl.: |
Alkoholhalluzinose ( F10.5 )
Schizophrenie ( F20.- )
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| F06.1 |
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Organische katatone Störung |
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Eine Störung mit verminderter (Stupor)
oder gesteigerter (Erregung) psychomotorischer Aktivität in Verbindung mit katatonen
Symptomen. Das Erscheinungsbild kann zwischen den beiden Extremen der psychomotorischen
Störung wechseln. |
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Exkl.: |
Katatone Schizophrenie (
F20.2 )
Stupor:
· dissoziativ ( F44.2 )
· o.n.A. ( R40.1 )
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| F06.2 |
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Organische wahnhafte [schizophreniforme] Störung |
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Eine Störung, bei der anhaltende
oder immer wieder auftretende Wahnideen das klinische Bild bestimmen. Die Wahnideen können
von Halluzinationen begleitet werden. Einige Merkmale, die auf Schizophrenie hinweisen,
wie bizarre Halluzinationen oder Denkstörungen, können vorliegen. |
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Paranoide und paranoid-halluzinatorische
organisch bedingte Zustandsbilder
Schizophreniforme Psychose bei Epilepsie
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Exkl.: |
Akute vorübergehende psychotische Störungen
( F23.- )
Anhaltende wahnhafte Störungen ( F22.- )
Durch psychotrope Substanzen induzierte psychotische Störungen (
F11-F19 , vierte Stelle .5)
Schizophrenie ( F20.- )
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| F06.3 |
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Organische affektive Störungen |
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Störungen, die durch eine
Veränderung der Stimmung oder des Affektes charakterisiert sind, meist zusammen mit einer
Veränderung der gesamten Aktivitätslage. Depressive, hypomanische, manische oder bipolare
Zustandsbilder (F30-F38) sind möglich, entstehen jedoch als Folge einer organischen
Störung. |
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Exkl.: |
Nichtorganische oder nicht näher bezeichnete
affektive Störungen ( F30-F39 )
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| F06.4 |
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Organische Angststörung |
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Eine Störung, charakterisiert
durch die wesentlichen deskriptiven Merkmale einer generalisierten Angststörung (F41.1),
einer Panikstörung (F41.0) oder einer Kombination von beiden, jedoch als Folge einer
organischen Störung. |
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Exkl.: |
Nichtorganisch bedingte oder nicht näher
bezeichnete Angststörungen ( F41.- )
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| F06.5 |
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Organische dissoziative Störung |
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Eine Störung, charakterisiert
durch den teilweisen oder völligen Verlust der normalen Integration von Erinnerungen an
die Vergangenheit, des Identitätsbewußtseins und der unmittelbaren Wahrnehmungen sowie der
Kontrolle von Körperbewegungen (F44.-), jedoch als Folge einer organischen Störung. |
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Exkl.: |
Nichtorganisch bedingte oder nicht näher
bezeichnete dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] (
F44.- )
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| F06.6 |
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Organische emotional labile [asthenische] Störung |
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Eine Störung, charakterisiert
durch Affektdurchlässigkeit oder -labilität, Ermüdbarkeit sowie eine Vielzahl körperlicher
Mißempfindungen (z.B. Schwindel) und Schmerzen, jedoch als Folge einer organischen
Störung. |
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Exkl.: |
Nichtorganisch bedingte oder nicht näher
bezeichnete somatoforme Störungen ( F45.- )
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| F06.7 |
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Leichte kognitive Störung |
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Eine Störung, die
charakterisiert ist durch Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und die verminderte
Fähigkeit, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Oft besteht ein Gefühl
geistiger Ermüdung bei dem Versuch, Aufgaben zu lösen. Objektiv erfolgreiches Lernen wird
subjektiv als schwierig empfunden. Keines dieser Symptome ist so schwerwiegend, daß die
Diagnose einer Demenz (F00-F03) oder eines Delirs (F05.-) gestellt werden kann. Die
Diagnose sollte nur in Verbindung mit einer körperlichen Krankheit gestellt und bei
Vorliegen einer anderen psychischen oder Verhaltensstörung aus dem Abschnitt F10-F99 nicht
verwandt werden. Diese Störung kann vor, während oder nach einer Vielzahl von zerebralen
oder systemischen Infektionen oder anderen körperlichen Krankheiten auftreten. Der direkte
Nachweis einer zerebralen Beteiligung ist aber nicht notwendig. Die Störung wird vom
postenzephalitischen (F07.1) und vom postkontusionellen Syndrom (F07.2) durch ihre andere
Ätiologie, die wenig variablen, insgesamt leichteren Symptome und die zumeist kürzere
Dauer unterschieden.
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| F06.8 |
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Sonstige näher bezeichnete organische
psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder
einer körperlichen Krankheit |
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Epileptische Psychose o.n.A.
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| F06.9 |
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Nicht näher bezeichnete organische
psychische Störung aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer
körperlichen Krankheit |
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Hirnorganisches Syndrom o.n.A.
Organische psychische Störung o.n.A.
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| F07.- |
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Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns |
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Eine Veränderung der
Persönlichkeit oder des Verhaltens kann Rest- oder Begleiterscheinung einer Krankheit,
Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns sein.
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| F07.0 |
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Organische Persönlichkeitsstörung |
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Diese Störung ist
charakterisiert durch eine auffällige Veränderung des gewohnten prämorbiden
Verhaltensmusters und betrifft die Äußerung von Affekten, Bedürfnissen und Impulsen. Eine
Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten, des Denkvermögens und ein verändertes
Sexualverhalten können ebenfalls Teil des klinischen Bildes sein. |
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Frontalhirnsyndrom
Leukotomiesyndrom
Lobotomiesyndrom
Organisch:
· Pseudopsychopathie
· pseudoretardierte Persönlichkeit
Persönlichkeitsstörung bei limbischer Epilepsie
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Exkl.: |
Andauernde Persönlichkeitsänderung nach:
· Extrembelastung ( F62.0 )
· psychiatrischer Krankheit ( F62.1 )
Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma ( F07.2 )
Persönlichkeitsstörungen ( F60-F61 )
Postenzephalitisches Syndrom ( F07.1 )
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| F07.1 |
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Postenzephalitisches Syndrom |
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Anhaltende unspezifische und
uneinheitliche Verhaltensänderung nach einer viralen oder bakteriellen Enzephalitis. Das
Syndrom ist reversibel; dies stellt den Hauptunterschied zu den organisch bedingten
Persönlichkeitsstörungen dar. |
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Exkl.: |
Organische Persönlichkeitsstörung (
F07.0 )
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| F07.2 |
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Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma |
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Das Syndrom folgt einem
Schädeltrauma, das meist schwer genug ist, um zur Bewußtlosigkeit zu führen. Es besteht
aus einer Reihe verschiedenartiger Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung,
Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen,
Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für Streß,
emotionale Reize oder Alkohol. |
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Postkontusionelles Syndrom (Enzephalopathie)
Posttraumatisches (organisches) Psychosyndrom, nicht psychotisch
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| F07.8 |
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Sonstige organische Persönlichkeits- und
Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns |
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Rechts-hemisphärische organische affektive Störung
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| F07.9 |
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Nicht näher bezeichnete organische
Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder
Funktionsstörung des Gehirns |
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Organisches Psychosyndrom
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| F09 |
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Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung |
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Psychose:
· organische o.n.A.
· symptomatische o.n.A.
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Exkl.: |
Nicht näher bezeichnete Psychose (
F29 )
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© 1992-2000 World Health Organization (WHO) / DIMDI.
Die Erstellung erfolgte unter Verwendung der Datenträger der amtlichen ICD-10-Fassung des
Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Veröffentlicht
durch die Weltgesundheitsorganisation unter dem Titel "International Statistical
Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Volumes 1-3". Für
Schäden, die durch Fehler bei der Herstellung bzw. Bearbeitung der amtlichen
deutschsprachigen Fassung der ICD10, des ICD-10-Diagnosenthesaurus, der
ICD-Überleitungstabelle haftet das DIMDI nur, soweit ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
zur Last fällt. Es wird nur der Ersatz des unmittelbaren Schadens geschuldet.
Für PSYCHOTHERAPIE gilt der in den Nutzungsbedingungen beschriebene Haftungsausschluss. Diese
Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.12.2001.
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