PSYCHOTHERAPIE - Zeitschrift zur Psychotherapie, Psychoanalyse & Verhaltenstherapie       ISSN 1616-3753 
PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753) - Herausgeber: Dietmar G. Luchmann, Dipl.-Psychologe & Psychotherapeut Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Verhaltenstherapie hilft am besten Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Verhaltenstherapie hilft am besten
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"Nach meiner ersten Panikattacke wurde ich in eine tiefenpsychologische Therapie geschickt. Da ich damals den Begriff Angst- und Panikstörung nicht kannte, bin ich brav dem Rat meines Arztes gefolgt. Um es kurz zu machen: die wöchentlichen Sitzungen waren die Hölle!..."


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  PSYCHOTHERAPIE > ICD-10

Zur DruckversionLeserbriefe
World Health Organization - WHO
Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information - DIMDI

ICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten
10. Revision

Kapitel V
Psychische und Verhaltensstörungen
( F00-F99 )

Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
( F00-F09 )

Dieser Abschnitt umfaßt eine Reihe psychischer Krankheiten mit nachweisbarer Ätiologie in einer zerebralen Krankheit, einer Hirnverletzung oder einer anderen Schädigung, die zu einer Hirnfunktionsstörung führt. Die Funktionsstörung kann primär sein, wie bei Krankheiten, Verletzungen oder Störungen, die das Gehirn direkt oder in besonderem Maße betreffen; oder sekundär wie bei systemischen Krankheiten oder Störungen, die das Gehirn als eines von vielen anderen Organen oder Körpersystemen betreffen.

Demenz ( F00-F03 ) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Urteilsvermögen. Das Bewußtsein ist nicht getrübt. Die kognitiven Beeinträchtigungen werden gewöhnlich von Veränderungen der emotionalen Kontrolle, des Sozialverhaltens oder der Motivation begleitet, gelegentlich treten diese auch eher auf. Dieses Syndrom kommt bei Alzheimer-Krankheit, bei zerebrovaskulären Störungen und bei anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn betreffen.

Soll eine zugrundeliegende Krankheit angegeben werden, ist eine zusätzliche Schlüsselnummer zu benutzen. Im Krankenhaus sollte diese Information immer verschlüsselt werden, wenn sie vorliegt.

 

                 
F00.-*   Demenz bei Alzheimer-Krankheit ( G30.-+ )
    Die Alzheimer-Krankheit ist eine primär degenerative zerebrale Krankheit mit unbekannter Ätiologie und charakteristischen neuropathologischen und neurochemischen Merkmalen. Sie beginnt meist schleichend und entwickelt sich langsam aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

F00.0*   Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit frühem Beginn (Typ 2) ( G30.0+ )
    Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn vor dem 65. Lebensjahr. Der Verlauf weist eine vergleichsweise rasche Verschlechterung auf, es bestehen deutliche und vielfältige Störungen der höheren kortikalen Funktionen.
    Alzheimer-Krankheit, Typ 2
Präsenile Demenz vom Alzheimer-Typ
Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, präseniler Beginn

F00.1*   Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1) ( G30.1+ )
    Demenz bei Alzheimer-Krankheit mit Beginn nach dem 65. Lebensjahr, meist in den späten 70er Jahren oder danach, mit langsamer Progredienz und mit Gedächtnisstörungen als Hauptmerkmal.
    Alzheimer-Krankheit, Typ 1
Primär degenerative Demenz vom Alzheimer-Typ, seniler Beginn
Senile Demenz vom Alzheimer-Typ (SDAT)

F00.2*   Demenz bei Alzheimer-Krankheit, atypische oder gemischte Form ( G30.8+ )
    Atypische Demenz vom Alzheimer-Typ

F00.9*   Demenz bei Alzheimer-Krankheit, nicht näher bezeichnet ( G30.9+ )

 

                 
F01.-   Vaskuläre Demenz
    Die vaskuläre Demenz ist das Ergebnis einer Infarzierung des Gehirns als Folge einer vaskulären Krankheit, einschließlich der zerebrovaskulären Hypertonie. Die Infarkte sind meist klein, kumulieren aber in ihrer Wirkung. Der Beginn liegt gewöhnlich im späteren Lebensalter.
    Inkl.: Arteriosklerotische Demenz

F01.0   Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn
    Diese entwickelt sich meist sehr schnell nach einer Reihe von Schlaganfällen als Folge von zerebrovaskulärer Thrombose, Embolie oder Blutung. In seltenen Fällen kann eine einzige massive Infarzierung die Ursache sein.

F01.1   Multiinfarkt-Demenz
    Sie beginnt allmählich, nach mehreren vorübergehenden ischämischen Episoden (TIA), die eine Anhäufung von Infarkten im Hirngewebe verursachen.
    Vorwiegend kortikale Demenz

F01.2   Subkortikale vaskuläre Demenz
    Hierzu zählen Fälle mit Hypertonie in der Anamnese und ischämischen Herden im Marklager der Hemisphären. Im Gegensatz zur Demenz bei Alzheimer-Krankheit, an die das klinische Bild erinnert, ist die Hirnrinde gewöhnlich intakt.

F01.3   Gemischte kortikale und subkortikale vaskuläre Demenz

F01.8   Sonstige vaskuläre Demenz

F01.9   Vaskuläre Demenz, nicht näher bezeichnet

 

                 
F02.-*   Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
    Formen der Demenz, bei denen eine andere Ursache als die Alzheimer-Krankheit oder eine zerebrovaskuläre Krankheit vorliegt oder vermutet wird. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, selten jedoch im höheren Alter.

F02.0*   Demenz bei Pick-Krankheit ( G31.0+ )
    Eine progrediente Demenz mit Beginn im mittleren Lebensalter, charakterisiert durch frühe, langsam fortschreitende Persönlichkeitsänderung und Verlust sozialer Fähigkeiten. Die Krankheit ist gefolgt von Beeinträchtigungen von Intellekt, Gedächtnis und Sprachfunktionen mit Apathie, Euphorie und gelegentlich auch extrapyramidalen Phänomenen.

F02.1*   Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit ( A81.0+ )
    Eine progrediente Demenz mit vielfältigen neurologischen Symptomen als Folge spezifischer neuropathologischer Veränderungen, die vermutlich durch ein übertragbares Agens verursacht werden. Beginn gewöhnlich im mittleren oder höheren Lebensalter, Auftreten jedoch in jedem Erwachsenenalter möglich. Der Verlauf ist subakut und führt innerhalb von ein bis zwei Jahren zum Tode.

F02.2*   Demenz bei Chorea Huntington ( G10+ )
    Eine Demenz, die im Rahmen einer ausgeprägten Hirndegeneration auftritt. Die Störung ist autosomal dominant erblich. Die Symptomatik beginnt typischerweise im dritten und vierten Lebensjahrzehnt. Bei langsamer Progredienz führt die Krankheit meist innerhalb von 10 - 15 Jahren zum Tode.
    Demenz bei Huntington-Krankheit

F02.3*   Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom ( G20+ )
    Eine Demenz, die sich im Verlauf einer Parkinson-Krankheit entwickelt. Bisher konnten allerdings noch keine charakteristischen klinischen Merkmale beschrieben werden.
    Demenz bei:
· Paralysis agitans
· Parkinsonismus oder Parkinson-Krankheit

F02.4*   Demenz bei HIV-Krankheit [Humane Immundefizienz-Viruskrankheit] ( B22.0+ )
    Eine Demenz, die sich im Verlauf einer HIV-Krankheit entwickelt, ohne gleichzeitige andere Krankheit oder Störung, die das klinische Bild erklären könnte.

F02.8*   Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheitsbildern
    Demenz bei:
· Epilepsie ( G40.-+ )
· hepatolentikulärer Degeneration [M. Wilson] ( E83.0+ )
· Hyperkalziämie ( E83.5+ )
· Hypothyreose, erworben ( E01+ , E03.-+ )
· Intoxikationen ( T36-T65+ )
· Multipler Sklerose ( G35+ )
· Neurosyphilis ( A52.1+ )
· Niazin-Mangel [Pellagra] ( E52+ )
· Panarteriitis nodosa ( M30.0+ )
· systemischem Lupus erythematodes ( M32.-+ )
· Trypanosomiasis ( B56.-+ , B57.-+ )
· Vitamin-B 12 -Mangel ( E53.8+ )
· zerebraler Lipidstoffwechselstörung ( E75.-+ )

 

                 
F03   Nicht näher bezeichnete Demenz
    Präsenil:
· Demenz o.n.A.
· Psychose o.n.A.
Primäre degenerative Demenz o.n.A.
Senil:
· Demenz:
  · depressiver oder paranoider Typus
  · o.n.A.
· Psychose o.n.A.

    Exkl.: Senile Demenz mit Delir oder akutem Verwirrtheitszustand ( F05.1 )
Senilität o.n.A. ( R54 )

 

                 
F04   Organisches amnestisches Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
    Ein Syndrom mit deutlichen Beeinträchtigungen des Kurz- und Langzeitgedächtnisses, bei erhaltenem Immediatgedächtnis. Es finden sich eine eingeschränkte Fähigkeit, neues Material zu erlernen und zeitliche Desorientierung. Konfabulation kann ein deutliches Merkmal sein, aber Wahrnehmung und andere kognitive Funktionen, einschließlich Intelligenz, sind gewöhnlich intakt. Die Prognose ist abhängig vom Verlauf der zugrundeliegenden Läsion.
    Korsakow-Psychose oder -Syndrom, nicht alkoholbedingt

    Exkl.: Amnesie:
· anterograd ( R41.1 )
· dissoziativ ( F44.0 )
· retrograd ( R41.2 )
· o.n.A. ( R41.3 )
Korsakow-Syndrom:
· alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet ( F10.6 )
· durch andere psychotrope Substanzen bedingt ( F11-F19 , vierte Stelle .6)

 

                 
F05.-   Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
    Ein ätiologisch unspezifisches hirnorganisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewußtseins und der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Emotionalität und des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Dauer ist sehr unterschiedlich und der Schweregrad reicht von leicht bis zu sehr schwer.
    Inkl.: Akut oder subakut:
· exogener Reaktionstyp
· hirnorganisches Syndrom
· psychoorganisches Syndrom
· Psychose bei Infektionskrankheit
· Verwirrtheitszustand (nicht alkoholbedingt)

    Exkl.: Delirium tremens, alkoholbedingt oder nicht näher bezeichnet ( F10.4 )

F05.0   Delir ohne Demenz
F05.1   Delir bei Demenz
    Diese Kodierung soll für Krankheitsbilder verwendet werden, die die oben erwähnten Kriterien erfüllen, sich aber im Verlauf einer Demenz entwickeln (F00-F03).

F05.8   Sonstige Formen des Delirs
    Delir mit gemischter Ätiologie

F05.9   Delir, nicht näher bezeichnet

 

                 
F06.-   Andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
    Diese Kategorie umfaßt verschiedene Krankheitsbilder, die ursächlich mit einer Hirnfunktionsstörung in Zusammenhang stehen als Folge von primär zerebralen Krankheiten, systemischen Krankheiten, die sekundär das Gehirn betreffen, exogenen toxischen Substanzen oder Hormonen, endokrinen Störungen oder anderen körperlichen Krankheiten.
    Exkl.: In Verbindung mit Demenz, wie unter F00-F03 beschrieben
Psychische Störung mit Delir ( F05.- )
Störungen durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen ( F10-F19 )

F06.0   Organische Halluzinose
    Eine Störung mit ständigen oder immer wieder auftretenden, meist optischen oder akustischen Halluzinationen bei klarer Bewußtseinslage. Sie können vom Patienten als Halluzinationen erkannt werden. Die Halluzinationen können wahnhaft verarbeitet werden, Wahn dominiert aber nicht das klinische Bild. Die Krankheitseinsicht kann erhalten bleiben.
    Organisch bedingtes halluzinatorisches Zustandsbild (nicht alkoholbedingt)

    Exkl.: Alkoholhalluzinose ( F10.5 )
Schizophrenie ( F20.- )

F06.1   Organische katatone Störung
    Eine Störung mit verminderter (Stupor) oder gesteigerter (Erregung) psychomotorischer Aktivität in Verbindung mit katatonen Symptomen. Das Erscheinungsbild kann zwischen den beiden Extremen der psychomotorischen Störung wechseln.
    Exkl.: Katatone Schizophrenie ( F20.2 )
Stupor:
· dissoziativ ( F44.2 )
· o.n.A. ( R40.1 )

F06.2   Organische wahnhafte [schizophreniforme] Störung
    Eine Störung, bei der anhaltende oder immer wieder auftretende Wahnideen das klinische Bild bestimmen. Die Wahnideen können von Halluzinationen begleitet werden. Einige Merkmale, die auf Schizophrenie hinweisen, wie bizarre Halluzinationen oder Denkstörungen, können vorliegen.
    Paranoide und paranoid-halluzinatorische organisch bedingte Zustandsbilder
Schizophreniforme Psychose bei Epilepsie

    Exkl.: Akute vorübergehende psychotische Störungen ( F23.- )
Anhaltende wahnhafte Störungen ( F22.- )
Durch psychotrope Substanzen induzierte psychotische Störungen ( F11-F19 , vierte Stelle .5)
Schizophrenie ( F20.- )

F06.3   Organische affektive Störungen
    Störungen, die durch eine Veränderung der Stimmung oder des Affektes charakterisiert sind, meist zusammen mit einer Veränderung der gesamten Aktivitätslage. Depressive, hypomanische, manische oder bipolare Zustandsbilder (F30-F38) sind möglich, entstehen jedoch als Folge einer organischen Störung.
    Exkl.: Nichtorganische oder nicht näher bezeichnete affektive Störungen ( F30-F39 )

F06.4   Organische Angststörung
    Eine Störung, charakterisiert durch die wesentlichen deskriptiven Merkmale einer generalisierten Angststörung (F41.1), einer Panikstörung (F41.0) oder einer Kombination von beiden, jedoch als Folge einer organischen Störung.
    Exkl.: Nichtorganisch bedingte oder nicht näher bezeichnete Angststörungen ( F41.- )

F06.5   Organische dissoziative Störung
    Eine Störung, charakterisiert durch den teilweisen oder völligen Verlust der normalen Integration von Erinnerungen an die Vergangenheit, des Identitätsbewußtseins und der unmittelbaren Wahrnehmungen sowie der Kontrolle von Körperbewegungen (F44.-), jedoch als Folge einer organischen Störung.
    Exkl.: Nichtorganisch bedingte oder nicht näher bezeichnete dissoziative Störungen [Konversionsstörungen] ( F44.- )

F06.6   Organische emotional labile [asthenische] Störung
    Eine Störung, charakterisiert durch Affektdurchlässigkeit oder -labilität, Ermüdbarkeit sowie eine Vielzahl körperlicher Mißempfindungen (z.B. Schwindel) und Schmerzen, jedoch als Folge einer organischen Störung.
    Exkl.: Nichtorganisch bedingte oder nicht näher bezeichnete somatoforme Störungen ( F45.- )

F06.7   Leichte kognitive Störung
    Eine Störung, die charakterisiert ist durch Gedächtnisstörungen, Lernschwierigkeiten und die verminderte Fähigkeit, sich längere Zeit auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Oft besteht ein Gefühl geistiger Ermüdung bei dem Versuch, Aufgaben zu lösen. Objektiv erfolgreiches Lernen wird subjektiv als schwierig empfunden. Keines dieser Symptome ist so schwerwiegend, daß die Diagnose einer Demenz (F00-F03) oder eines Delirs (F05.-) gestellt werden kann. Die Diagnose sollte nur in Verbindung mit einer körperlichen Krankheit gestellt und bei Vorliegen einer anderen psychischen oder Verhaltensstörung aus dem Abschnitt F10-F99 nicht verwandt werden. Diese Störung kann vor, während oder nach einer Vielzahl von zerebralen oder systemischen Infektionen oder anderen körperlichen Krankheiten auftreten. Der direkte Nachweis einer zerebralen Beteiligung ist aber nicht notwendig. Die Störung wird vom postenzephalitischen (F07.1) und vom postkontusionellen Syndrom (F07.2) durch ihre andere Ätiologie, die wenig variablen, insgesamt leichteren Symptome und die zumeist kürzere Dauer unterschieden.

F06.8   Sonstige näher bezeichnete organische psychische Störungen aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
    Epileptische Psychose o.n.A.

F06.9   Nicht näher bezeichnete organische psychische Störung aufgrund einer Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit
    Hirnorganisches Syndrom o.n.A.
Organische psychische Störung o.n.A.

 

                 
F07.-   Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns
    Eine Veränderung der Persönlichkeit oder des Verhaltens kann Rest- oder Begleiterscheinung einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns sein.

F07.0   Organische Persönlichkeitsstörung
    Diese Störung ist charakterisiert durch eine auffällige Veränderung des gewohnten prämorbiden Verhaltensmusters und betrifft die Äußerung von Affekten, Bedürfnissen und Impulsen. Eine Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten, des Denkvermögens und ein verändertes Sexualverhalten können ebenfalls Teil des klinischen Bildes sein.
    Frontalhirnsyndrom
Leukotomiesyndrom
Lobotomiesyndrom
Organisch:
· Pseudopsychopathie
· pseudoretardierte Persönlichkeit
Persönlichkeitsstörung bei limbischer Epilepsie

    Exkl.: Andauernde Persönlichkeitsänderung nach:
· Extrembelastung ( F62.0 )
· psychiatrischer Krankheit ( F62.1 )
Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma ( F07.2 )
Persönlichkeitsstörungen ( F60-F61 )
Postenzephalitisches Syndrom ( F07.1 )

F07.1   Postenzephalitisches Syndrom
    Anhaltende unspezifische und uneinheitliche Verhaltensänderung nach einer viralen oder bakteriellen Enzephalitis. Das Syndrom ist reversibel; dies stellt den Hauptunterschied zu den organisch bedingten Persönlichkeitsstörungen dar.
    Exkl.: Organische Persönlichkeitsstörung ( F07.0 )

F07.2   Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma
    Das Syndrom folgt einem Schädeltrauma, das meist schwer genug ist, um zur Bewußtlosigkeit zu führen. Es besteht aus einer Reihe verschiedenartiger Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und geistigen Leistungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und verminderter Belastungsfähigkeit für Streß, emotionale Reize oder Alkohol.
    Postkontusionelles Syndrom (Enzephalopathie)
Posttraumatisches (organisches) Psychosyndrom, nicht psychotisch

F07.8   Sonstige organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns
    Rechts-hemisphärische organische affektive Störung

F07.9   Nicht näher bezeichnete organische Persönlichkeits- und Verhaltensstörung aufgrund einer Krankheit, Schädigung oder Funktionsstörung des Gehirns
    Organisches Psychosyndrom

 

                 
F09   Nicht näher bezeichnete organische oder symptomatische psychische Störung
    Psychose:
· organische o.n.A.
· symptomatische o.n.A.

    Exkl.: Nicht näher bezeichnete Psychose ( F29 )



© 1992-2000 World Health Organization (WHO) / DIMDI.
Die Erstellung erfolgte unter Verwendung der Datenträger der amtlichen ICD-10-Fassung des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Veröffentlicht durch die Weltgesundheitsorganisation unter dem Titel "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems, Tenth Revision, Volumes 1-3". Für Schäden, die durch Fehler bei der Herstellung bzw. Bearbeitung der amtlichen deutschsprachigen Fassung der ICD10, des ICD-10-Diagnosenthesaurus, der ICD-Überleitungstabelle haftet das DIMDI nur, soweit ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Es wird nur der Ersatz des unmittelbaren Schadens geschuldet.
Für PSYCHOTHERAPIE gilt der in den Nutzungsbedingungen beschriebene Haftungsausschluss. Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am 30.12.2001.


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ICD-10 - Kapitel V: Psychische und Verhaltensstörungen

Inkl.: Störungen der psychischen Entwicklung.
Exkl.: Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind ( R00-R99 )

Dieses ICD-10-Kapitel gliedert sich in die Gruppen

F00-F09   Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen

F10-F19   Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen

F20-F29   Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen

F30-F39   Affektive Störungen

F40-F48   Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen

F50-F59   Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

F60-F69   Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

F70-F79   Intelligenzminderung

F80-F89   Entwicklungsstörungen

F90-F98   Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend

F99          Nicht näher bezeichnete psychische Störungen

Dieses ICD-10-Kapitel enthält die Sternschlüsselnummern

F00*         Demenz bei Alzheimer-Krankheit

F02*         Demenz bei anderenorts klassifizierten Krankheiten


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© 1995-2005 PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753). Alle Rechte vorbehalten.
PSYCHOTHERAPIE erscheint im Psychotherapie-Verlag am ABARIS® Institut für Psychotherapie, Coaching und Verhaltenstherapie, Luckau, Brandenburg. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Erlaubnis durch den Psychotherapie-Verlag.