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   PSYCHOTHERAPIE - Zeitschrift zur Psychotherapie, Psychoanalyse & Verhaltenstherapie       ISSN 1616-3753 
PSYCHOTHERAPIE (ISSN 1616-3753) - Herausgeber: Dietmar G. Luchmann, Dipl.-Psychologe & Psychotherapeut * Denken lernen statt denken lassen - Kognitive Psychotherapie hilft am effektivsten

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Kognitive Therapie statt Psychoanalyse
Nach 3 Stunden Psychotherapie angstfrei Ibiza


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 Psychotherapie bei Angst 
ABARIS-Klient im Interview von FOCUS TV
FOCUS TV zu Gast
im ABARIS Institut für Psychotherapie, Stuttgart. Ein Klient im Interview:

"Nach über zehn Jahren Angststörung in nur zehn Stunden zum Therapieerfolg."


*
 Individuelles Coaching



Angst, Panik, Phobien überwinden lernen

durch 9 Stunden kognitives Coaching z.B. bei

- Agoraphobie
- Burnout, Depression
- Flugangst
- Generalisierte Angst
- Panikstörung
- Soziale Phobie
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- Zwänge


am ABARIS® Institut für Kognitive Psychotherapie, Verhaltenstherapie und Life Coaching


 Websprechstunde
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Dietmar Luchmann
Diplom-Psychologe, Psychotherapeut u. Coach:

"Psychoanalyse bei Angst- und Panik-Störungen darf heute als Kunstfehler gelten. Besser kann kognitive Verhaltenstherapie eine Angst- und Panik- Störung lösen - oft nur in bis zu 10 Stunden."

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© PSYCHOTHERAPIE 15.02.2002

"Positives Denken" schafft ein Zerrbild der Realität, gefährdet die Karriere, zerstört Beziehungen - und macht krank

Zu positiv gedacht, pleite gemacht
Positives Denken: Motivationstrainer schüren Sucht nach Höhenflügen - als Selbstbetrug auf direktem Weg zu Depression und Burnout

VON DIETMAR G. LUCHMANN

Günter Scheich: Positives Denken macht krank

Buchbesprechung
Günter Scheich: Positives Denken macht krank. Frankfurt: Eichborn-Verlag, 2001. 234 S.

Buch hier bestellen

Als "Positives Denken" wird jener bizzare Irrweg in der Entwicklungsgeschichte des heutigen modernen Menschen (Homo sapiens sapiens) bezeichnet, in dem Mensch gewordene Affen bei der Wahrnehmung ihrer selbst in schlimmer Realitätsverkennung in den Spiegel brüllen: "Ich bin der größte. Ich kann alles. Ich bin ein Adler." Und wie Ikarus - abstürzen. Der, so die griechische Sage, wurde bei seinem Flug von der Insel Kreta übermütig und stieg zu hoch. Mit seinen selbst geschaffenen Flügeln aus Federn und Wachs kam er der sengenden Sonne der Wirklichkeit zu nahe, das Wachs schmolz und die Flügel zerfielen.

Mit seiner eitlen und illusionären Selbstüberschätzung foppte der Mensch sich bereits, bevor die Entwicklung ihn als Krone der Torheit die Fähigkeit zur atomaren und ökologischen Selbstzerstörung herausbilden ließ. In dem Gedicht "Homo sapiens" karikierte der Wiener Feuilletonredakteur Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) den lebensgefährlichen Mangel des modernen Menschen an Weisheit:
"Welch ein Narr ist der Mensch! In allem muss er sich spiegeln!
Selbst in Sonne und Mond hat er sein Antlitz entdeckt.
"

Waren es einst Schamanen und Stammeshäuptlinge, die sich die Fähigkeit ihrer Artgenossen zur Selbsttäuschung bei der Führung ihrer Sippe zunutze machten, so hat die postmoderne Industriegesellschaft die Perfektionierung von Täuschung und Selbsttäuschung zur schieren Grundlage ihres Funktionierens gemacht. Um ihren Anhängern die permanente Grenzüberschreitung in körperlicher und psychischer Hinsicht schmackhaft zu machen, hat sie die perverse Erscheinung des Motivationstrainers hervorgebracht.

Diese Dompteure der Selbstausbeutung fördern für beachtliche Gagen eine illusionäre Verkennung der Realität, die nicht nur die Gesundheit ruiniert, sondern letztlich Beziehungen und Karriere zerstört. Entsprechend dem herausragenden Stellenwert, den die Entwicklung der Arbeit in der Menschheitsgeschichte einnimmt, lässt sich am zunehmend psychisch und körperlich krankmachenden Zustand der Arbeitswelt verfolgen, wie deren motivationaler Overkill geradlinig in Angstzustände, Burnout, Depressionen, Frühverrentung und Arbeitslosigkeit führt.

Das einzig Positive an dem so genannten "Positiven Denken" ist, dass es seine Prediger reich macht - so könnte man meinen. Diejenigen freilich, die zu den Seminaren der selbsternannten Psycho-Gurus und Motivationstrainer pilgern und deren Produkte konsumieren, macht jene Art des positiven Denkens, die die Realität schlicht auf den Kopf stellt, langfristig krank statt glücklich. Das ist die Kernaussage des 1956 geborenen Diplom-Psychologen Günter Scheich in seinem Buch über den "Schwindel mit gefährlichen Erfolgsversprechen".

Weiter im Teil 2 über den Wahnsinn "Positives Denken".

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Unser Buch-Tipp: Lesen Sie die RezensionGünter Scheich: Positives Denken macht krank. Frankfurt / Main: Eichborn, 2001
"Positives Denken" wird jener bizzare Irrweg in der Entwicklungsgeschichte des modernen Menschen (Homo sapiens sapiens) genannt, in dem Mensch gewordene Affen in schlimmer Realitätsverkennung beim Blick in den Spiegel brüllen: "Ich kann alles. Ich bin ein Adler." Und wie Ikarus - abstürzen. Der, so die alte griechische Sage, wurde übermütig und flog zu hoch. Mit Flügeln aus Federn und Wachs kam er der Sonne zu nahe, das Wachs schmolz und die Flügel zerfielen.

Unser Buch-Tipp: Lesen Sie die RezensionGerhard Kocher: Vorsicht, Medizin! Aphorismen zum Gesundheitswesen und zur Gesundheitspolitik. Thun: Ott-Verlag, 2000
Der Realitätsbezug von Vorstellungen, die Menschen sich machen, ist oft umgekehrt proportional zur Menge an Informationen, die sie aus eigener Anschauung besitzen. Dies gilt besonders für die Selbsttäuschung im Gesundheitsmarkt, jeden Beutelschneider im weißen Kittel als Heiler zu verkennen. Doch "Weisser Kittel heisst nicht weisse Weste", warnt Gerhard Kocher. Der Gesundheitsökonom führt in 878 Aphorismen den Medizin-Wahnsinn vor: "Operation gelungen, Chirurg saniert."

Unser Buch-Tipp: Lesen Sie die RezensionGert Postel: Doktorspiele. Geständnisse eines Hochstaplers. Frankfurt / Main: Eichborn, 2001
Der Briefträger und Hochstapler Gert Postel brachte es zum geschätzten Oberarzt für Klinische Psychiatrie, schrieb psychiatrische Gutachten für Schwurgerichte, diskutierte unter vier Augen mit seinem Minister und bekam die Chefarztstelle eines Landeskrankenhauses für Psychiatrie und Neurologie angetragen - dotiert mit einer C4-Professur. Sein Bericht reißt Psychiater und Psychotherapeuten die Maske kundiger Heiler vom Gesicht.

Unser Buch-Tipp: Lesen Sie die RezensionMarga Löwer-Hirsch: Sexueller Mißbrauch in der Psychotherapie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1998
Zwölf Geschichten illustrieren die alltägliche Selbstbefriedigung von Psychotherapeuten auf Kosten ihrer Opfer, die traumatisiert zurückbleiben mit Hass und Selbsthass, Schuldgefühlen und Ekel - gepeinigt von Ängsten, Depressionen, Ohnmacht und psychosomatischen Störungen. Das Buch zeigt die hässliche Wirklichkeit eines Systems, das den sexuellen Missbrauch regelhaft auf Krankenschein zelebriert.


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